Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben des Michelangelo Buonarroti
Person:
Condivi, Ascanio Eitelberger von Edelberg, Rudolf Valdek, Rudolph
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1410455
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1410894
LEBEN 
DES 
MICHEL 
ANGELO 
BUONARROTI. 
I. Michel Angelo Buonarroti, der Linvergleichlichstc Maler 
und Bildhauer,' stammte ab von den Grafen von Canossa, einem 
edlen Geschlechte aus dem Gebiete von Reggio, ausgezeichnet 
sowohl durch sein Alterthum und die eigene Tüchtigkeit, als 
auch dadurch, dass es sich verschwägert hatte mit dem kaiser- 
lichen Blute. Denn Beatrix, Schwester Heinrich's II., wurde zur 
Frau gegeben dem Grafen Bonifacius von Canossa, damals 
Herrn von Maintua, woraus die Gräfin Mathilde geboren wurde, 
eine Frau von seltener und besonderer Klugheit und Frömmig- 
keit, welche, nach dem Tode ihres Gatten Gottfried, in Italien 
ausser Mantua auch noch Lucca, Parma und Reggio und jenen 
Theil von Toscana besass, der heute das Patrimonium des 
heil. Petrus heisst; und nachdem sie in ihrem Leben viele denk- 
würdige Dinge gethan, wurde sie, als sie starb, begraben bei 
Mantua, in der Abtei des heil. Benedict, die sie erbaut und 
reichlich ausgestattet hatte. 
II. Als nun aus einer solchen Familie ein Herr Simon im 
Jahre 1250 nach Florenz als Podesta kam, verdiente er durch 
seine Tüchtigkeit, dass man ihn zum Bürger jener Stadt und 
l Die in den ersten zwei Capiteln angeführten Daten über das Alter 
der Familie Buonarroti machen keinen Anspruch auf historische Richtigkcit_ 
Sie sind ebenso unbeglaubigt, wie viele ähnliche Traditionen in adeligen 
Familien Italiens. Der Vater des Michel Angele war Lodovico di Lionardo 
Buonarroti Sinuoni, seine Mutter Francesca Rucellai. lm Jahre 1860 starb die 
Familie Buonarroti gänzlich aus. l)as Familienhaus ist in Florenz, via Ghibel- 
lina, heute eine Art Museum, von Michel Angeln jun., einem in seiner Zeit 
nicht unbekannten Dichter (gestorben 1646), gegründet, dessen Werke Pietro 
Fanfani 1863 bei Le Monnier wieder herausgegeben hat. Ueber jenes Museum 
siehe: Fabbrichesi A., Guida della Gallcria Buonarroti. Firenze, tip. delle 
Murate, 1868.
        

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