Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben des Michelangelo Buonarroti
Person:
Condivi, Ascanio Eitelberger von Edelberg, Rudolf Valdek, Rudolph
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1410455
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1412232
VERGLEICHUNG DES VASARI UND CONDIVI. 
141 
Reihe von apte dictis des Meisters. 
Beschluss. 
Die Uebernahme der Arbeiten 
von St. Peter (226), das Motu- 
proprio des Papstes, das Modell 
 wohl angeregt durch Condivi 
LXL, doch weit eingehender 
durchgeführt, denn Condivi hat 
sich so treu an die erste Aus- 
gabe des Vasari gefallen, dass 
er gleichfalls nach dem Bericht 
über die Arbeiten in der Pauls- 
capelle nur wenig einzelne Werke 
Michel Angel0's mehr anführt 
und den Rest seiner Schrift zur 
Schilderung des Allgemeinen, des 
Charakters, der Lebensverhält- 
nisse etc. verwendete. Er schrieb 
ja auch bloss drei Jahre nach 
dem Erscheinen der Torren- 
tina, wogegen freilich Vasari 
jetzt nach achtzehn Jahren aus- 
führlicher sein konnte. S0 ist 
denn Alles, was folgt, VasarPs Er- 
innerung an den grossen Mann, 
dem er selbst im Leben nahe- 
gestanden und von hier an 
kein Bezug auf die Arbeit 
C0ndivi's mehr wahrzunehmen, 
wenn er nicht vielleicht noch 
die 
eine 
oder 
andere 
Anekdote 
oder irgend einen Zug aus dem 
Leben Michel Angelds dieser 
Quelle entnommen hat. 
Von unserem modernen Gesichtspunkte, den Vasari einen 
Abschreiber im übeln Sinne zu nennen, haben wir kein Recht. 
Die alte Zeit dachte anders über das literarische Eigenthum, als 
die gegenwärtige. Was Neues vorlag, zu benützen, auch ohne 
Quellenangabe zu benützen, hat sich kein alter Autor gescheut,
        

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