Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben des Michelangelo Buonarroti
Person:
Condivi, Ascanio Eitelberger von Edelberg, Rudolf Valdek, Rudolph
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1410455
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1411954
LEICHENRI 
V ARC 
nahm er den Vertrag an, nach vielen Entschuldigungen seines 
Ungenügens,  da er sehr bescheiden war und wohl einsah, 
dass ihm Solches mehr aus Missgunst bereitet sei, als aus einem 
anderen Grunde, und weil er dachte, dass es dem Rafael von 
Urbino nicht gelingen und nach seinem Willen gehen solle. Und 
er allein, ohne die geringste anderweitige Unterstützung, entwarf 
dort die Geschichte der Weltschöpfung vor Allem, und dann 
ausser verschiedenen und vielen andern göttlichen Zierden fast 
das ganze alte Testament und hatte es im Zeitraume von zwanzig 
Monaten fertig gebracht." (Folgen Lobeserhebungen.)    
„Nach vielen, vielen Jahren, als Papst Julius, Papst Leo 
und Papst Hadrian gestorben waren, kam dem Papste Clemens, 
da er höchst kundig war und sehr viel an allen und jeden edlen 
Künsten Freude fand, der Wunsch, durch Michel Angelo noch 
die Wände derselben Capelle malen zu lassen; und er gab ihm 
als Aufgabe, damit er den weitesten Spielraum, seine "Füchtig- 
keit zu zeigen, habe, den grossen und schreckenvollen Tag des 
letzten allgemeinen Gerichtes. Michel Angelo hatte einen Ver- 
schlag von Brettern machen lassen, die Zeichnung des Cartons 
begonnen und machte sich an das Studium, welches er aus 
guten Gründen, die ich nicht aufzuzählen brauche, nach Noth- 
weildigkeit verlängerte. Inzwischen war Papst Clemens gestorben, 
und zum obersten Pontifex wurde Alexander, der Cardinal 
Farnese, gewählt, welcher sich Papst Paul III. nannte. Er war 
eines hohen Sinnes und von seltener Weisheit, wollte dann, dass 
Michel Angelo das begonnene Werk verfolge und fertig bringe. 
Und Michel Angele, von Seiner Heiligkeit geschmeichelt, be- 
günstigt und mit Wohlthaten überhäuft, that dem also." (Folgen 
wieder belebende Phrasen.)       
„Noch spreche ich von einer andern Capelle, nach dem Namen 
Papst Paul's llI. die Paulimsche genannt, welche die letzte Sache 
war, die er gemalt hat. Er hatte damals schon fünfundsiebeiazig 
Jahre. Aus diesen Dingen geht es deutlich hervor, dass Michel 
Angelo wahrhaftig der vollkommenste Maler gewesen." 
„Was die Sculptur betrifft, so ist zu wissen, dass Lorenzo 
de' Medici, der Alte (dem nach Verdienst der Name Magnifico 
gegeben worden), sowie er auf's Wunderbarste jegliche Art von 
Tüchtigkeit verstand und sich daran ergötzte, auf's Wundersamste 
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