Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Das Leben des Michelangelo Buonarroti
Person:
Condivi, Ascanio Eitelberger von Edelberg, Rudolf Valdek, Rudolph
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1410455
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1411928
IIO 
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umfassen und ihm die Fusse küssen will, spricht! "Berühre mich 
nicht!" Sie wurde auf Verlangen jenes mächtigsten und tapfersten 
Helden Don Alfonso, Marchese von Vasto, entworfen,  später 
dann, sowohl die eine als die andere, von der Hand des Jacopo 
da Puntormo auf's Lieblichste in Farben ausgeführt. Ferner 
eine sehr gefühlvolle Kreuzabnahme, welche er der sehr frommen, 
ja heiligsten und nicht Weniger gelehrten und beredten Donna 
Vittoria Colonna, Marchese von Pescara, geschenkt hatte. Von 
dieser wurde er so sehr geliebt und geehrt, wie er sie liebte 
und sie schätzte. Ich übergebe zahllose andere Modelle und 
Zeichnungen, welche er den edelsten Jünglingen, seinen liebsten 
und ehrenhaftesten Freunden schenkte, wie dies Gherardo Perini 
War, und mehr als alle Anderen M. Tommaso Cavalieri, ein 
sehr hofmännischer und hochgeachteter römischer Edelmann. 
Darunter war ein Bacchanal (Baccanario), ein Titius und ein 
Ganymed,' wie er von dem Adler geraubt wird. Diesen mangelte 
keine andere Sache, um lebend zu sein, als nur der Athem allein." 
"Indessen unterlasse ich nicht, Einiges über den grossexi 
Carton zu reden, der von ihm in einem Saale des Spitales der 
Färber aus folgenden] Anlass gezeichnet wurde: Piero Soderini, 
auf Lebenszeit Gonfaloniere der Stadt Florenz, ein Mann von 
vielem Verstande und vieler Güte, übergab in dem grossen 
Saal des Palastes der Signorie, darin sich zu jener Zeit der 
grosse Rath versammelte, 'die eine Wand, damit er sie bemale. 
dem Lionardo da Vinci, einem Manne, der in jeder Hinsicht 
(wie wir sogleich sagen werden) vollkommen war. Schon hatte 
dieser den Anfang gemacht und stellte eine Gruppe von Pferden 
so schrecklich anzuschauen dar, und so neu in der Manier, dass 
man bis dahin eine schönere Sache nicht gesehen hatte, noch 
eine, die dieser an grossem Werth gleichkäme. Als nun Michel 
Angelo soeben mit unglaublichem Ruhme seiner Tüchtigkeit von 
Rom zurückgekehrt war, wurde er von demselben Gonfaloniere 
(XI, pag. 56, 57; insbesonders der Commcntario alla vita di J. da Pon- 
tormo, pag. 68-73). XVicderholungexl der gemalten Copic des Pontormo 
sind in mehreren Galerien.  
1 Vasari beschreibt im Leben Michel Angela's (1. c. pag. 272) etwas 
ausführlicher die von Varchi angeführten Zeichnungen für Tommaso Cavalieri, 
dessen Porträt Michel Angele in Lebensgrösse gezeichnet hat. 
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