Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die niederländischen Schulen im herzoglichen Museum zu Braunschweig
Person:
Riegel, Herman Herzogliches Museum <Braunschweig>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1208785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1209991
Die vlämische Schule: 
Frans Francken der 
üngerc. 
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bei der zu grosser Fertigkeit gelangten Malerei sich eine 
gewisse starke Absichtlichkeit und Aeusserlichkeit verräth, die 
den Ausgang der ganzen Kunstrichtung andeuten.  qsetn 
Hauptwerk wurde bereits das grosse vallegvrzsrlze Gfllnzlrll" m 
Driburg hervorgehoben. 
Die beiden Bilder No. 424 und 425 stellen denselben 
Gegenstand dar: "Wie die faden, ziurrlz das rotlze 111m- gezogen. 
(im Sargt mit (im Gcbezäzcrz foseplßs bjfzzeßz und wie im bfintergruzzrie: 
während 1110m: Stall und Hand erlzebt, die: Aegyäler untergelzcnf 
(1. Mos. 50, 25. II. 13, 20.) Auf dem Bilde No. 425 fehlt 
jedoch der rechte Theil der Darstellung, indem das rechte der 
drei Brettchen, aus denen die Tafel zusammengesetzt war, 
verloren gegangen ist; in diesem Zustande befand sich das 
Bild zuletzt schon zu Salzdahlum, doch war es 1738 in dem 
ursprünglichen Zustande, wie aus den in dem handschriftlichen 
Verzeichnisse von 1744 angegebenen Maassen hervorgeht, an- 
gekauft worden. Ein drittes Gemälde desselben Gegenstandes 
befindet sich, wie schon weiter oben erwähnt wurde, in. der 
Kunsthalle zu Hamburg, wohin es 1879 mit dem Joh. Amsinck" 
schen Vermächtniss gelangt ist. 
Ein Theil der in öffentlichen Sammlungen befindlichen 
Werke der Francken musste leider bei der vorliegenden 
Untersuchung ausgeschlossen bleiben, da dieselben theils zu 
hoch, theils zu dunkel-hängen. Dahin gehören z. B. die beiden 
wichtigen Bilder in Antwerpen (N0. 157 und 158.), die nur nach 
den Mittheilungen des dortigen Katalogs berücksichtigt werden 
konnten, ferner die acht Stücke in Gotha, die zudem so be- 
festigt sind, dass man sie nur mit grossen Umständen herab- 
nehrnen könnte, dann einige Bilder beim Fürsten Liechtenstein 
in Wien, in Augsburg, in Schleissheim und manche noch an 
anderen Orten. 
Zu bemerken ist noch, dass der Stempel auf der Rückseite 
von No. 426 sich ohne Zweifel auf den Verfertiger der 
Kupferplatte bezieht. Doch dürfte dieser P eter Stas ein andrer, 
vielleicht der Vater von dem gleichnamigen „Plaetdrucker 
Peeter Staes" sein, der im Jahre 165516 in die Lukasgilde zu 
Antwerpen aufgenommen wurde. (Liggeren II. 269 und 273.)
        

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