Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die niederländischen Schulen im herzoglichen Museum zu Braunschweig
Person:
Riegel, Herman Herzogliches Museum <Braunschweig>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1208785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1209922
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derselben werden sogleich noch besonders aufgeführt werden. 
Wenn man nun auCh die Meinung, dass dies D. o. als "Den 
ouden" zu lesen sei, angesichts des "Reilergrferlzfrs" in München 
(N0. 795.), welches die Bezeichnung 
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trägt, gelten lassen muss, so muss man doch zugleich zugeben. 
dass diese Lesart nicht immer passt. Sie würde sich nament- 
lich dem einfachen D. oder dem D0. ohne Punkt zwischen 
D und 0 nicht unbequemen, da weder D. noch D0. als Ab- 
kürzung von "den ouden" angesehen werden kann. Hier möchte 
vielmehr die altere Auffassung, welche diese Buchstaben als 
Don ergänzt, an ihrem Orte sein. In einzelnen Fällen könnte 
wohl auch statt Don Dominus in Frage kommen, wofür ins- 
besondere noch folgende Thatsache spricht. In der Liebfratlen- 
kirche zu Brügge hängt nämlich ein Gemälde, wie Mlßqqifalvnu 
(X111: Fiixsc Clzrzkli 1017x0711". in dem alten Lirspriinglichen Rahmen. 
auf dessen oberem Stücke die alte Inschrift: 
„DS F. Francken jn. 1628" 
steht. Dies ganz deutliche D5, lässt sich nur als Dominus lesen, 
und dem entsprechend werden auch die Bezeichnungen der 
beiden hiesigen Bilder N0. 423 und 424 und alle ähnlichen 
zu lesen sein. Aber freilich manche so bezeichnete Gemälde 
ohne Jahreszahl könnten ja vielleicht auch dem älteren Franz 
Francken zugehören. 
Eine besondere Schwierigkeit liegt nun noch darin, fest- 
zustellen, wer der jüngste Frans Francken im Jahre 1631 war, 
der dem Ausdruck "den outlen", dessen sich der jüngere auf 
dem Münchener Bilde bediente, gegenüber steht. Dass dies 
nicht der Rubenssche Francken ist, wie Marggrarf, Meyer- 
Bode und auch Max Rooses (S. 236.) meinen, geht daraus her- 
vor, dass dieser erst 1639 Meister wurde, also nicht schon 1630 
,.als Maler aufgetreten" sein kann. Max Rooses meint dies 
zwar, obwohl er es doch selbst für .,wal'1rscheinlich hält, dass 
dieser Francken erst um 1620 geboren" ist (S. 514,3, Soll man
        

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