Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die niederländischen Schulen im herzoglichen Museum zu Braunschweig
Person:
Riegel, Herman Herzogliches Museum <Braunschweig>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1208785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1209511
Die v] 
mische Scl 
Otto v: 
n Veen. 
ln der Gallerie zu Schleissheim befinden sich 15 kleine 
Bilder zur „Gt'sc7u'zl2fe fcszz um! (Zar 1Min?!" (N0. 864-878.), 
darunter auch die wfßnuzzzjfalzri (Zar Jlllarzkz" (N0. 877.), die je- 
doch etwas kleiner gehalten und dabei sauberer ausgeführt ist, 
als das hiesige Bild. Man wurde das letztere danach für eine 
Wiederholung und zwar schwerlich für eine von des Meisters 
eigener Hand halten müssen, womit denn ein Vermerk in dem 
handschriftlichen Verzeichniss von 1744 (Blatt 134.). welcher 
das Bild als Kopie bezeichnet, stimmen würde. Die Stempel 
der Kupferplatte aber stellen mit Sicherheit fest, dass die "Platte 
im Jahre 1608 für Otto Venius angefertigt worden ist: es 
muss also auch eine Beziehung zwischen der auf dieser Platte 
ausgeführten Malerei und diesem Meister selbst stattgefunden 
haben. Betrachtet man nun prüfend die Malerei. so bemerkt 
man, dass einige Theile derselben, namentlich einige Köpfe 
sehr vortrefflich, andere dagegen sehr mangelhaft ausgeführt 
sind, wodurch denn die Vermuthung angeregt wird, dass das 
Bild von einem Schüler kopirt und vom Meister stellenweise 
vollendet ist. Diese Ansicht dürfte allen thatsächlich vorliegen- 
den Verhältnissen gerecht werden. Solche Arbeiten galten, 
wie man aus den Briefen von Rubens  l. S. 333.) und dem 
Beispiele andrer Meister (Vergl. z. B. hier J. J. van Opstal d. j.) 
weiss, als eigene Arbeiten des Künstlers, und es musste des- 
halb auch dem vorliegenden Bilde der Name des Otto van 
Veen unbedenklich gelassen werden. 
Die Lebensnachrichten und die bezügliche Literatur über 
den Meister bringt der Antwerpener Katalog. Siehe auch 
Genards Aufsatz „Otto van Veen" in der „Vlaamschen School" 
1862. S. 1521i. und die Mittheiltingen A. Pincharfs aus dem 
Staatsarchiv zu Brüssel im „Messager des sciences hist. etc." 
1868. S. 328 ü". Am 5 November 1620 ward er, nachdem er 
Bürger von Brüssel geworden, Mitglied der Lukasgilcie daselbst. 
[Messager etc. 1877. S. 313.) Vergl. endlich auch Branden 
S. 401 n". 
Hinsichtlich des Stempels von Peter Stas siehe weiter 
unten die Mittheilungen über Frans Francken den jüngeren, 
bei N0. 426 und am Schlüsse.
        

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