Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die niederländischen Schulen im herzoglichen Museum zu Braunschweig
Person:
Riegel, Herman Herzogliches Museum <Braunschweig>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1208785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1209438
Die vlämische Schule: 
F raus Pourbus der ältere. 
diesem überein, doch erscheint das Wiener Stück minder geist- 
reich. Es trägt irriger Weise den Namen des Pieter Pourbus 
des jüngeren. Uebrigens ist auch der Brüsseler Katalog nicht 
ganz genau; er lässt den Beisatz „der ältere" weg, giebt aber, 
eben so wie die Blasiusschen, als Geburts- und Todesjahr 
1540 und 1580 an, diejenigen, welche in den Handbüchern in 
Bezug auf- diesen Meister sich finden. 
Verwechselungen und Unsicherheiten in Bezug auf die 
Pourbus kommen häuhg vor. Von einem Piete r dem älteren 
stammen sie alle ab. Dessen Sohn, Pieter der jüngere, 
Ward zu Gouda 1510 oder 1513 geboren; er war zu Brügge 
ansässig und starb daselbst oder zu Antwerpen am 30 Januar 
1584. (J. Weale, Cat. du musee de Pacademie de Bruges etc. 
Brügge. 1861. S. 35.) Der Sohn dieses jüngeren Peter war 
Franz der ältere. Ein Sohn wiederum dieses Franz war 
Franz der, jüngere, der 1570 zu Antwerpen geboren wurde, 
der 1600 nach Mantua in die Dienste des Herzogs Vincenzo I. 
(ging (A. Baschet in der Gaz. d. b. arts. 1868. XXV. 277 ff. 
438 ff.) und 1622 zu Paris starb. 
Ueber Franz den älteren giebt Karel van Mander (B1. 
175.) die wesentlichen Nachrichten, die noch aus andern 
Quellen sich ergänzen lassen. Geboren war er im Jahre 1545 
(F. J. van den Branden. S. 278.). Er trat 1564 (als Lehrling?) 
in die Lukas-Gilde zu Antwerpen, wollte 1566 nach Italien 
reisen, ward aber durch die Liebe zurückgehalten; er wurde 
156g Freimeister, sowohl zu Antwerpen (Liggeren. I. S. 237. 
Wie zu Brügge. (D. van de Casteele, Keuren etc. Brügge 1867. 
S. 217.) 
Was den Zeitpunkt seines Todes angeht, so sind da 
Widersprüche zu berichtigen. Mander gab das Jahr 1580 an. 
Kervyn van Volkaersbeke behauptete in seinem Aufsatze „Les 
Pourbus" (Messager des sciences hist. etc. 1870. S. 19.) auf Grund 
einer ihm vom ersten Stadtarchivar P. Genard in Antwerpen 
mitgetheilten schöffengerichtlichen Urkunde vom 18 Februar 
1579, dass Frans Pou rbus vor dieser Zeit gestorben sei. Der 
Meyer-Bodesche Katalog der Berliner Gallerie liess ihn 1591 
noch am Leben sein. Und endlich lässt ihn der zweite Stadt- 
ärchivar von Antwerpen, F. J. van den Branden (S. 282.),
        

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