Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die niederländischen Schulen im herzoglichen Museum zu Braunschweig
Person:
Riegel, Herman Herzogliches Museum <Braunschweig>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1208785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1213162
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späthe, um 1680 angesetzt werde". Aber schwerlich wird er 
doch jener Schüler des Haarlemer Meisters Gillis Rombouts 
gewesen sein. 
Werke des Landschaftsmalers J. oder Jillis Rombouts, 
welche unter sich und mit den Berliner Bildern übereinstimmen, 
finden sich nun noch'in einigen andern Sammlungen; das 
Hauptwerk dürfte das hiesige Gemälde sein. Hervorzuheben 
ist ferner ein Bild in der Kunsthalle zu Hamburg (N0.  
es ist mit einem Künstlerzeichen versehen, das auf einen 
„S. Rornbouts den älteren, gestorben 1642  bezogen 
wird, das aber sehr wohl auf J. Rombouts gedeutet werden 
kann. Burger (ll. S. 295.) hatte schon bei Besprechung der Be- 
Zeichnung des, inzwischen verbrannten Rotterdamer Bildes 
auf einen über dem R. befindlichen, dem S. ähnlichen Zug 
hingewiesen, durch den er sich aber nicht irren liess, das 
„grosse J." bestimmt zu lesen, welches für ihn unbestreitbar 
(incontestable) war. Das Museum zu Bordeaux besitzt zwei 
Waldlandschaften (N0. 369 und 370.), die dort irrigerttveise, 
ebenso wie früher das hiesige Bild, dem vlämisclten Meister 
Theodor Rombouts zugeeigilet Xverden; sie sind jedoch erheb- 
lich geringer als dies letztere Werk. Burger und Vloten er- 
wähnen dann noch ein Gemälde in der Moltkeschen Samm- 
lung zu Kopenhagen, und W. Bode (Zeitschr. f. bild. Kunst 
VII. 349.) verweist auf ein Bild im StädePschen Institut zu 
Frankfurt (N0. 292.), welches jedoch Salomon Rombouts be- 
nannt ist, und auf zwei in Gotha (N0. 18516.), die aber nur 
den Namen Rontbout ohne Vornamen führen. 
Die zuerst genannten aller dieser Bilder, in Berlin, Hamburg 
und Bordeaux, die ich in jüngster Zeit Gelegenheit hatte, wieder- 
zusehen, sowie das hiesige haben nun einen in vielen Dingen 
übereinstimmenden Charakter: dichte Waldansichten meist mit 
eigenthümlich behandelten Durchblicken, dicke Stämme oft mit 
grauweisslichen Flecken, dunkelgrüner mit bräunlichen Tönen 
gemischterBaumschlag, grauer, bisweilen sehr schön entwickelter 
Himmel, eine bisweilen harte und auch etwas breite Vortrags- 
weise, eine Farbenhaltung, die, verglichen mit dem Saft und 
Glanz anderer Meister, einen Anflug von Trockenheit und
        

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