Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die niederländischen Schulen im herzoglichen Museum zu Braunschweig
Person:
Riegel, Herman Herzogliches Museum <Braunschweig>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1208785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1212992
Iakob van der Does der ältere. 
Karel 
du Jardin. 
385 
ihm der Beisatz „der ältere" gegeben. Werke des Meisters, 
die mit dem vorliegenden Bilde nahe verwandt sind, wenn sie 
auch etwas leichter im Ton gehalten erscheinen, finden sich 
z. B. zu München (N0. 143819), im Belvedere zu Wien (Grün. 
Cab. N0. 50.) mit dem Namen und der Jahreszahl 1662 ver- 
sehen, bei Liechtenstein daselbst (N0. 782.), „J. V. D. 1657" be- 
zeichnet u. s. w. Diese Werke bezeugen die Richtigkeit der 
von Houbraken (II. S. 108.) gemachten Bemerkung, dass er „die 
braune Weise zu malen" liebte. 
Karel du Jardin, 
1' 1678. 
547- 
„Daw'zz' nach 
der 
Tiidtwzg des 
G0 liatk. " 
Die gewöhnliche Angabe, welche auch der letzte Blasius' 
sehe Katalog bringt, dass Karel du Jardin 1635 geboren sei. 
ist auf Grund der Datirung mehrerer seiner Radirungen mit 
der Jahreszahl 1652 und eines Bildes in Paris (N0. 246.) mit 
1646 erfolgreich angefochten worden. (Vgl. Charles Blanc, 
Hist. des peintres etc. Ecole holl. lI. und W. Burger, I. S. 68.) 
Burger hat dann Weiter auch nach dem Alter, welches aus 
dem Selbstbildniss von 1662 in Amsterdam (N0. 169.) ge- 
schlossen werden kann, das Geburtsjahr du Jardinls auf 1620 
bis 1625 berechnet. Danach ist in mehrere neuere Kataloge 
die Geburtsangabe „um 1625" oder „1625 P, übergegangen. 
Die weiteren Nachrichten wie auch das Todesjahr bringt 
Houbraken (Ill. S. 56.) bei. Karel du Jardin befand sich auch 
unter den Stiftern der „Pictura" im Haag 1656. (Arch. v. ned. 
kunstg. IV. S. 60.) 
Man kann bedauern, dass das vorliegende Bild nicht be- 
zeichnet ist, denn man wird so kaum einen Zweifel unter- 
drücken können, 0b es wirklich von du Jardin, dessen eigent- 
liches Fach doch die Landschaft mit Vieh, Hirten u. s. W. ist, 
herrühre. Aber wenn man die Werke desselben in den öffent- 
lichen Sammlungen mustert, Endet man doch, dass er nichts 
weniger als einseitig war, weder im Gegenstande noch im 
Riegel ll. 2D
        

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