Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die niederländischen Schulen im herzoglichen Museum zu Braunschweig
Person:
Riegel, Herman Herzogliches Museum <Braunschweig>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1208785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1212863
372 
Die 
Iändische Schule: 
VIII. 
Die Landschafts- 
und 
Thiermaler. 
aber  setzt er hinzu - op wat jaar weet ik niet". Ein Bild 
in Dresden (N0. 885.) trägt nun neben dem Zeichen „G. D. H." 
die Jahreszahl 1629, und eines in Paris soll nach Kramm (III.. 
S. 686.) die Jahreszahl 1696 tragen, womit denn Grenzen der 
Thätigkeit des Künstlers gegeben sein würden. Aber obwohl 
ich nicht gern in Kramnfs Angabe Zweifel setzen mag, so ist 
doch zu beachten, dass der Louvre-Katalog (N0. 201.) von 
einer Jahreszahl auf dem betreifenden Bilde nichts weiss, und 
dass auch nach einer von mir noch besonders eingezogenen. 
Erkundigung „keinerlei Spur einer Jahreszahl Weder neben dem 
Namen noch sonst auf dem Bilde" zu finden ist. So muss denn 
doch wohl ein Irrthum obwalten, wie es bei W. Bürger 
(II. S. 284.) der Fall war, als er die Jahreszahl 1696 des hie- 
sigen Gemäldes von Jakob de Heusch, N0. 350, auf Willern 
bezog. Demnach ist eine Angabe, wie lange dieser Meister 
etwa gewirkt und gelebt hat, vorläufig ausgeschlossen. Die 
Jahreszahl des Dresdener Bildes stimmt ganz wohl zu der 
Thatsache, dass er 1649 Dekan war, da zu diesem Amte doch 
nicht ganz junge Leute gewählt wurden; man wird aber an- 
nehmen dürfen, dass das Dresdener Bild eines seiner frühesten 
Werke ist. Er wird also im ersten Jahrzehnt des Jahrhunderts 
geboren sein.  
734. 
„ Italienisches 
Gvbirgsflza! 
m if 
2751 
Burgen. 
Dies Bild trug bisher den Namen des Jan Both, aber es 
weicht doch in seiner ganzen malerischen Behandlungsart und 
in einigen damit in Verbindung stehenden Eigenthümlichkeiten 
sehr entschieden von der Art dieses Meisters ab; es scheint, 
dass nur die allgemeine Schulverwandschaft veranlasst haben 
kann, ihm diesen Namen zu geben. Hierüber werden wohl 
nicht weitere Worte zu verlieren sein. Jene Eigenthürnlich- 
keiten aber weisen auf Willem de Heusch hin, zwar nicht 
völlig auf dessen beste Arbeiten, wie deren eine in dem eben 
besprochenen Gemälde vorliegt, sondern auf dessen Art und 
Weise wie sie in minder schönen Bildern, z. B. der "Landschaft" 
in Paris (N0. 201.), sehr deutlich zu erkennen ist. Letztere ist 
von Duttenhofer (Musee frang.) gestochen und schon der Ver- 
"gleich dieses Stiches mit dem vorliegenden Bilde thut diese
        

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