Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die niederländischen Schulen im herzoglichen Museum zu Braunschweig
Person:
Riegel, Herman Herzogliches Museum <Braunschweig>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1208785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1212832
Dirk Dalens l, vom Haag. 369 
der röthlichen Farbe der Untermalung sich darstellt. Diese 
Bezeichnung wird aber unter den gewöhnlichen Beleuchtungs- 
verhältnissen kaum wahrzunehmen sein. 
Mit dieser Entdeckung gewinnt ein Künstlername in be- 
stimmter Weise Inhalt und Gestalt, welcher bisher nur durch 
einige Nachrichten überliefert worden ist. Kramm (II. S. 317.) 
theilte aus einer Handschrift des Pieter Terwesten zunächst 
mit, dass dieser Dalens „ein Landschaftsmaler gewesen sei, da 
im Jahre 1651 im Vereinszimmer der Maler im Haag ein Land- 
schäftchen mit nackten Frauengestalten bekannt war, welches 
1662 wieder zurückgezogen wurde". Ferner wird aus der- 
selben Quelle berichtet, es gehe „aus den Verzeichnissen der 
Maler im Haag vom Jahre 166011 hervor, dass er nach Rotter- 
dam verzogen sei". Eine weitere Mittheilung machte C. V. 
(Vosmaer im Haag) nach Auszügen aus dem im Oranischen 
I-Iausarchive befindlichen Verordnungsbuch des Statthalters 
Friedrich Heinrich, die er dem Beamten im Finanzministerium 
W. A. van der Jagt verdankte, in der „Kunstkronijk" von 1861 
(S. 39140). Diese Mittheilung lautet: „Bezahlt an den Maler 
Dirk Dalens für Anfertigung von vier grossen Schornstein- 
stücken für das Haus am Nordende zu 's Grafenhage, das 
Stück zu 300 fl.  macht 120011. Im Haag 12 Mai 1648." 
Durch Westrheene (Kunstkronijk 1867 S. 82, 83 und 86 und 
1868 S. 70.) wurde berichtet, dass er aus Dordrecht stammte, 
sich 1627 im Haag verheirathet habe und 1632 Mitglied der 
Lukasgilde daselbst geworden sei; im Jahre 1636 verzog er 
nach Leyden, kehrte jedoch 1637 nach dem Haag zurück, wo 
er auf der nieuwen Bierkade gewohnt hat. (S. auch Archiet 
voor ned. kunstgesch. III. S. 258 und 274.) Im Jahre 1650 
war er mit unter den Stiftern des neuen Maler-Verbandes 
„Pictura" (Archief. IV. S.  und hatte im Jahre 1651) vor 
dessen Vorstand Verhandlungen wegen eines Streites mit Pieter 
Cousyn, beziehentlich dessen Fratt. (Daselbst. S. 73.) 
Seine kunstgeschichtliche Stelle wird er im Gefolge von 
Jan van Goyen, etwa neben Salomon Ruisdael einzu- 
nehmen haben. Da es nun ausser diesem Dirk Dalens noch 
zwei spätere Maler dieses Namens, die noch dazu auch Land- 
schafter Waren, giebt, nämlich Dirk Dalens den älteren 
Riegel II. 24
        

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