Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die niederländischen Schulen im herzoglichen Museum zu Braunschweig
Person:
Riegel, Herman Herzogliches Museum <Braunschweig>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1208785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1212815
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I-lonthorstinUtrechtlernte, daselbst bei Abraham Bloemaert 
lernten, was sich auf die Mitte der zwanziger Jahre bezieht, 
(Vergl. hier S. 186 und Bd. I. S. 303.) ist durch die archivali- 
schen Nachforschungen S. Muller's bestätigt worden. (Schil- 
ders-vereenigingen te Utrecht etc. S. 118. 122. Havard, L'art 
et les art. holl. S. 175 ff.) Danach darf man schliessen, dass 
die Brüder gegen 1610 geboren sind, wie das in den meisten 
Handbüchern steht. Houbraken (II. S. 114.) sagt jedoch aus- 
drücklich, dass er das Geburtsjahr nicht kennt. Nach be- 
endigter Lehrzeit zogen die Brüder nach Italien, WO sie ge- 
meinsam arbeiteten, bis Andries in Venedig ertrank. Darauf 
kehrte Jan heim; dass dies nicht, wie Houbraken (II. S. 116.) und 
nach diesem die meisten späteren Schriftsteller berichten, im 
Jahre 1650 geschehen ist, sondern bereits mehrere Jahre früher, 
geht aus dem Zusammenhange der Mittheilungen bei Sandrart 
hervor. (Teutsche Akad. II. S. 312 und Lebenslauf des Herrn 
Joachim von Sandrart u. s. w. S. 12.) Ja man muss daraus, 
dass Sandrart, indem er von B0th's Tode berichtet, noch sagt: 
„Endlichen erkrankte er, und verschied in seinem Vaterland 
ungefähr Anno 1650," weiter schliessen, dass zwischen dem 
Tode des Bruders und seiner Heimkehr einerseits und seinem 
eigenen Tode andrerseits eine nicht unbeträchtliche Zeit ge- 
legen haben muss. Unter dem Bildnisse Jan Both's in der 
J. Meissenäschen Sammlung, 1649, steht auch, dass er sich jetzt 
in Utrecht, seiner Geburtsstadt, aufhält. (Gulden-Cabinet S. 157.) 
Auch war er in diesem selben Jahre 1649 Obmann der dor- 
tigen St. Lukasgilde. (Archief v. nederl. kunstgesch. II. 
S. 65.) Der Antwerpener Katalog (S. 62.) berichtet von einem 
Bilde, das den Namen Jan Both's und eine Jahreszahl, die 
„mindestens 1651 gelesen" wurde, trägt. Danach würde er 
dann nicht mehr im Jahre 1650 selbst, sondern etwas später 
gestorben sein. 
Das kleine „Carßzjßngzzabz7zi" findet sich bei Eberlein (II. Gall. 
No. 75.) unter dem Namen des Jakob Duck, des Zeitgenossen 
und Landsmannes des Jan Both, doch trägt es bereits seit Pape 
den Namen des letzteren selbst. Dies erscheint auch ganz 
richtig, da derselbe Gegenstand in einer Radirung des Jan
        

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