Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die niederländischen Schulen im herzoglichen Museum zu Braunschweig
Person:
Riegel, Herman Herzogliches Museum <Braunschweig>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1208785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1212790
Jan Assely: 
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Marlectelzrler 
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zum vorigen. 
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mit dem lßzsscrfalle." 
mit Reisenden."  Gegenstück 
Florent de Comte in seinem „Cabinet de singularitez etc." 
(Paris, 1699 oder Brüssel, 1702. II. S. 280.) meldet, dass Jan 
Asselyn, den er den „Petit Jean Hollandois" nennt, im 
Jahre 1660 gestorben ist, und Houbraken (III. S. 64.) berichtet 
dazu, nach der Erzählung von Abraham Genoels, dessen 
Gcwährsmann wieder ein Maler L. Frank war, dass er um 
das Jahr 1645 zu Lyon, jedenfalls auf der Heimreise aus 
Italien, die Tochter des Kaufmanns van Houwaart aus Ant- 
werpen geheirathet hat. Dass er in Italien und zu Rom sich 
aufgehalten hat, beweist der Charakter seiner Landschafts- 
gemälde und sein Bentname "Krabbetje." Dass er jedoch, wie 
einige Schriftsteller, z. B. Waagen (Handbuch II. S. 176.), be- 
haupten, „v0n 1630 bis 1645 in Italien lebte", ist eine nicht 
nachweisbare Annahme. Im Gegentheil könnte es wohl sein, 
dass er auch nach seiner Verheirathung noch einige Zeit zu 
Lyon oder sonst im südlichen Europa zugebracht habe, da er 
„Joannes Asselyn, van Diepen," erst am 24. Januar 1652 als 
Bürger von Amsterdam eingeschrieben wurde. (Scheltema, 
Rembrandt S. 69.) Doch ist es auch möglich, dass er schon 
einige Jahre in Amsterdam gelebt hatte, ehe er Bürger wurde. 
Dass er aber schon 1630 in Italien war, möchte durchaus zu 
bestreiten sein. Denn das hier vorliegende Gemälde der 
miclzlarlzt bei Lizitzevz" vom Jahre 1634 verräth nicht die ge- 
ringste Einwirkung Ita1ien's, es zeigt vielmehr den Künstler 
als Schüler des Esaias van de Velde und lässt, namentlich 
in der Behandlung des Baumschlages, dieselben Wege er- 
kennen, die vor ihm Jan van Goyen, der ältere Schüler des 
Esaias, auch gegangen war, wovon ein Vergleich mit der 
hiesigen "Dorfansirlzt", dieses Meisters von 1623 (N0. 682.) leicht 
überzeugt. Man wird also annehmen müssen, dass er erst 
nach dem Jahre 1634 seine Wanderung nach Rom angetreten
        

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