Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die niederländischen Schulen im herzoglichen Museum zu Braunschweig
Person:
Riegel, Herman Herzogliches Museum <Braunschweig>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1208785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1209373
Die vlämische Schule: 
van Valckenborgh. 
Steevens d. 
23 
Lukas van Valckenborgh erscheint in seinen Werken 
als ein sehr erhndungsreicher und ausgezeichneter Meister, 
der Aussichten eröffnet, welche die vlämische Landschafts- 
malerei nach ihm, ausser in Rubens, nicht durchweg erfüllt 
hat. (Vergl. I. S. 35.) Mannigfaltig reiche Gestaltungen von 
Thal, Fluss und Berg, denen noch ein fesselnder Zug jener 
kühnen Phantastik seiner Vorgänger, Joachim Patenier und 
Hendrik rnet de Blesse, eigen ist, zeichnen seine Land- 
schaften aus. Auch stellt er schon den Unterschied, den die 
Landschaft im Wechsel der Jahreszeiten zeigt, dar, und er 
schreckt da selbst nicht vor einem winterlichen Schneefall 
(Belv. II St. III. N0. 49.) zurück. Sein Baumschlag ist schon 
trefflich entwickelt. Die Behandlung ist meist breit gehalten, 
doch sind die Figuren und die kleineren Sachen besonders im 
Vordergrunde meist fein ausgeführt. In kleineren Stücken, 
wie z. B. der „ Wäzldaßzszklzt mit dem Erzherzog Matlziezs" in Wien 
hält er auch Baumschlag und PHanzenwerk feiner, doch 
erreicht diese Feinheit bei weitem nicht jenen hohen Grad, 
den man in Arbeiten des Sammet-Breughel und Andrer findet. 
Steevens 
Peeter 
der 
ältere, 
4604" 
420. 
„D ie 
Amalekiierscklacht." 
630. 
Landschaft." 
"Kleine 
No. 631. Desgleichen, Gegenstück zur vorigen Nummer. 
Das erste dieser kleinen Bilder „dz'e Amalelezicrsclzlzzclztf' 
trug schon in Salzdahlum (ll Gall. N0. 14.) den Namen Peter 
Stephani oder Peeter Steevens. Neben den Beziehungen, 
welche die Behandlung des landschaftlichen Theiles zu den 
vlämischen Landschaften vom Ende des sechszehnten Jahr- 
hunderts darthut, zeigt der {igürliche Theil im Vordergrunde 
in Auffassung und Zeichnung die Art der vlämischen Akade- 
miker. Man würde also das Bild etwa um 1580 oder 1590 
setzen können. Andererseits aber sind die Massen der Heere 
bereits in einer Breite dargestellt, die deutlich auf eine kolo-
        

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