Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die niederländischen Schulen im herzoglichen Museum zu Braunschweig
Person:
Riegel, Herman Herzogliches Museum <Braunschweig>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1208785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1212651
Pieter 
Molyn der ältere. 
gegeben, und so verzeichnetihn einfach auch nur der Blasins- 
sche Katalog von 1868, mit dem Zusatze „geb. 1600 zu Haarlem." 
Willigens Mittheilungen (S. 225.) lassen jedoch ein bestimmtes 
Lebensbild des Künstlers erkennen. 
Pieter Molyn der ältere war zu London geboren und 
wurde 1616 in die Lukasgilde zu Haarlem aufgenommen. Im 
Jahre 1624 heirathete er und war vom Jahre 1624 bis 1630 
Mitglied der Bürgerschützen. Im Jahre 1633 War er Dekan 
der Lukasgilde und im Marz 1661 starb er zu Haarlem, wo er 
in der grossen Kirche bestattet wurde. 
Houbraken (l. S. 215.) nennt ihn einen „schönen Land- 
schaftsmaler, hell und durchsichtig in seinen Fernen, wie auch 
natürlich glühend auf den Vorgründen". Seine Bilder wie 
auch die von ihm bekannten vier Radirungen gehören jetzt 
zu den Seltenheiten. Jedoch besitzen die Museen zu Berlin, 
Rotterdam und Brüssel, wie auch die akademische Sammlung 
zu Wien Stücke von ihm, welche in ihrem künstlerischen 
Charakter mehr oder weniger zutreffend mit dem hiesigen 
Bilde stimmen, ihre Echtheit sich also wechselseitig bestätigen. 
Zudem hat das Bild in Brüssel (N0. 4.28.) eine vollständige, 
der des hiesigen Gemäldes ganz entsprechende Bezeichnung 
mit dem Namen des Meisters und der Jahreszahl 1625; es 
zeigt auch dieselbe. etwas breite Behandlungsweise. Das 
Wiener Bild (N0. 522.) ist im Jahrgang 1879 der „Zeitschrift 
f. b. Kunst" (zu S. 96.) in einer Radirtmg von W. Unger mite 
getheilt worden; es ist sehr leicht und dünn gemalt und im 
Vortrage erheblich feiner und entwickelter, als das vorliegende 
Stück behandelt. Es dürfte der späteren Zeit des Meisters an- 
gehören. Auch die in den Sammlungen vorhandenen echten 
Handzeichnungen Molyns stimmen im künstlerischen Charakter 
mehr oder weniger genau mit dem vorliegenden Bilde über- 
ein; selbst die beiden Stiche von W. Baillie nach solchen 
Zeichnungen, die in den Jahren 1773 und 1774 erschienen sind, 
lassen dies erkennen.
        

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