Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die niederländischen Schulen im herzoglichen Museum zu Braunschweig
Person:
Riegel, Herman Herzogliches Museum <Braunschweig>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1208785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1212496
Caspar Netscher. 
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335 
Die Modelle beider Figuren, besonders das der Schäferin 
hat Caspar Netscher in jenen Jahren mehrmals benutzt, 
SO Immentlich auf dem Bilde „Vcr!1u1uzus um! Bulmmz" in Berlin 
(N0. 850.) vom Jahre 108i und dem ntgclzdiferstiirle" in München 
(N0. 782.) von demselben Jahre 168i. Letzteres Werk kann so- 
gar als ein Gegenstück des vorliegenden Bildes angesehen wer- 
den, wenn auch die Ausführung minder fein und zart er- 
scheint. Eine ähnliche etwas ältere Darstellung vom Jahre 
1676 besitzt die Liechtensteidsche Sammlung zu Wien 
(N0. 668.). Das vorliegende Stück gehört dem letzten Lebens- 
jahre des Meisters, der am 15 Januar 1684 starb, an; es ist also 
eine seiner letzten Arbeiten. 
Die Lebensnachrichteti tiber ihn bringt Houbraken 
tlll. 92 ff.) 
Jakob Toorenvliet, 
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N0. 614. , 
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Das Bild gehört gerade nicht zu den besseren und besten 
Werken des Meisters, der in den Sammlungen eben nicht 
selten und in einigen, wie z. B. der Liechtensteinlschen zu 
Wien, sogar recht zahlreich vertreten ist. Beispielsweise er- 
scheint ein Stück ähnlichen Gegenstandes in Dresden von 1678 
(N0. 1586.) im Ausdruck und malerischen Ton dochsehr viel 
feiner. Hinsichtlich der eigenthümlichen Zeichnung, der 
Kopftypen und der Färbung aber veranschaulicht das Bild die 
Art Jakob Toorenvlieüs, die in allen seinen Arbeiten un- 
verkennbar ist, ganz treffend. 
Houbraken (lll. S. 164 ff.) berichtet über ihn ausführlich, 
doch ist auch Krumm (VI. S. 1640.) und J. P. van der Kellen
        

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