Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die niederländischen Schulen im herzoglichen Museum zu Braunschweig
Person:
Riegel, Herman Herzogliches Museum <Braunschweig>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1208785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1212434
12H 51661]. 
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die ,_.Braut". Die „Braut", ein paar Jahre älter und erheblich 
voller, kommt als Hauptfigur auf dem gßolzzzezzfvs!" von 1668 
zu Kassel (N0. 576.) vor. 
Lehrreich zur unmittelbaren Vergleichung dürften beson_ 
ders die Bilder Jan Steen's im Haag sein, die wichtige Züge 
naher Verwandschaft mit der „Ehrvrrsrhrczßzzztgt" zeigen. S0 
stimmt die ganze Behandlung, namentlich der glänzenden Stoffe 
wie der braunen Atlasstrümpfe und dergleichen, auf der 
„b'nmcrcz' zum jmz SYeru" (N0. 139) mit den entsprechenden 
Dingen hier. Auf dem „Arzfe" (N0. 137.) kommt derselbe 
Teppich, auf dem andern „Arzte, der dm P1413 fiilzf! (No.  
und den „Hazr.ggezztrssrzz jan Slccrfs" (N0. 138.) ein ähnliches 
Wachtelhündchen vor wie hier. lm Hintergrunde des letzteren 
Bildes finden sich auch zwei Personen, die in der Auffassung 
den beiden Zeugen,  ganz links auf der „Ellßzlez"srhrciblugg"l 
 genau verwandt sind. Leider enthält die Bezeichnung keines 
von allen diesen Bildern mit alleiniger Ausnahme des HBOIIIIz-VI- 
frsfrs" von 1668 zu Kassel eine Jahreszahl, und man wird 
deshalb, um die Etitstehttngszeit der „Ehrzwsckzzuibzzwzg" an- 
nähernd zu bestimmen, sich an das Kasseler Bild halten müssen. 
Danach würde dieselbe etwa um 1665 zu setzen sein. Auch 
einige andere Beziehungen sprechen hierfür, wie z. B. die nahe 
Aehnlichkeit von Einzelheiten, der Tischdecke, den Strümpfen 
und dergleichen mehr, auf dem .,A1z!0nz'zzs um! Cleojvatnz" von 
11'367 in der Universitäts-Sammlttng zu Göttingen wie auf den 
„ß-iil1lfclzc11 Hzzzzsgexzosxezz" von 1668 im van der Hoopschen 
Museum zu Amsterdam (N0. 105.) mit entsprechenden Stücken 
auf der „Eäaz,icrsrßrzibzzxzgß". 
Gestochen ist das vorliegende Bild von C. Schroeder 
(176074844) in gr. qu. fol. und zweimal von W. U nger in 
4". (Zeitschr. f. b. Kunst, 1868 zu S. 190 ff. und Seemannls 
kleines Galleriewerk, mit Text von O. Mündler.) 
Das zweite der vorliegenden Bilder „1z'ie im-zzgz Gesellschaft" 
erreicht die Vollendung der „Ebrwersckrezßzzng" nicht, und es er- 
scheinen die Zweifel, welche hinsichtlich der Echtheit desselben 
bisweilen ausgesprochen wurden, nicht ganz unberechtigt. 
Immerhin aber ist es ein Werk von erheblichen Vorzügen 
und von bezeichnenden Eigenschaften. die auf Jan Steen hin-
        

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