Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die niederländischen Schulen im herzoglichen Museum zu Braunschweig
Person:
Riegel, Herman Herzogliches Museum <Braunschweig>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1208785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1212345
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Die holländische Schule: 
VII. 
Die Gattungsmaler. 
rend das zweite Stück zuerst bei Pape 1836 auftritt; wann und 
wie das letztere erworben wurde, ist nicht zu ersehen. Für 
die Angaben von Gaedertz, dass die "Verkimdzgzzzzg" sich „schon 
beim Schlusse des 17 Jahrhunderts in Salzdahlum" befunden 
habe (S. 94.) und dass auch der "Bauer" bereits nfrüher" daselbst 
gewesen sei (S. 159.), kann ich keine Beweismittel finden. Ver- 
muthlich walten Irrthümer ob. lm letzten Blasius'schen Kata- 
loge wird darauf hingewiesen, dass der "Bauer" zu "einer 
Reihenfolge von 5 Bildern, die 5 Sinne darstellend, gehört, von 
denen 3 sich in Petersburg befinden". So aufgefasst, würde 
das Bildchen den Geruch veranschaulichen sollen. Allerdings 
befinden sich in Petersburg drei ähnliche kleine Bilder: "das 
Gezfiilzl, das Gesicktuzzzi (Zar Geschmack" (N0. 956-958.), allein sie 
dürften doch mit dem vorliegenden kaum etwas gemein haben, 
da sie beinahe 1 Zoll höher und auch etwas breiter sind. Ob 
das vorliegende Bild den Sinn des Geruches überhaupt veran- 
schaulichen soll, erscheint mir sogar sehr zweifelhaft. Gaedertz 
(S. 70.) nimmt dies freilich für sicher an und hält danach die 
Zugehörigkeit des Bildchens zu den Petersburger Stücken für 
"nicht unwahrscheinlich". Allein er hat die Maassverhältnisse 
übersehen. Die Petersburger Bilder messen nach Waagen (Ermit. 
z. Petersb. etc. S; 27 und 209.) 2314 zu 2118 Verschok  nicht 
Zolle, wie Gaedertz (S. 68.) irrig schreibt  also etwa 0,12 zu 
0,10 E und das hiesige misst 0,10 zu 0,09 E. Danach also 
kann das letztere nicht zu jener Folge gehören. 
Was das dritte der Bilder angeht, so ist es mit dem Rei- 
nike'schen Vermächtniss unter dem Namen des Adriaen 
Brouwe r in das Museum gelangt. Auf der Rückseite des- 
selben befindet sich jedoch ein alter Zettel mit dem Namen 
des Adria en van Ostade, dessen älterer Art Auffassung und 
Vortrag wohl entsprechen. Auch hatte W. Schmidt, ohne 
Kenntniss dieser Thatsache, das Bild, indem er begründende 
Ausführungen brachte, schon dem Ostade zugeschrieben. (Zahns 
Jahrbücher VI. S. 189.) Die Sache hat jedoch einen Haken, 
indem ziemlich oben in der Mitte des Bildes auf dem weiss- 
lichen Lappen sich die Ueberbleibsel einer Bezeichnung
        

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