Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die niederländischen Schulen im herzoglichen Museum zu Braunschweig
Person:
Riegel, Herman Herzogliches Museum <Braunschweig>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1208785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1212326
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Die holländische Schule: 
VII. 
Die Gattungsmaler. 
vorigen Jahrhunderts den Hof und die Akademie im Haag, 
ähnlich wie es Montesquieu in seinen „Lettres persanes" oder 
Josef Anton Koch in seiner „modernen Kunstchronik" in Bezug 
auf andere Dinge gethan haben. 
Pieter Quast, 
arbeitete um 1633-1638. 
568. 
„ Ein 
Branntweinverkäzzfer 
und 
ein 
altes 
569- 
„ Ein 
und einz 
Bettler 
Bettlerin." 
570. 
Bauer, 
zezhender 
"E212 
sitzend." 
Die Nachricht, welche Nagler und Andere sowie auch der 
letzte Blasius'sche Katalog bringen, dass Pieter Quast 1601 
(oder 1602) und zwar im Haag geboren sei, ist nicht beglaubigt. 
Man Weiss von ihm sicher nur, dass er im Jahre 1634 Mitglied 
der Lukasgilde im Haag wurde. (Kunstkronijk 1867. S. 83 
und Archief v. ned. Kunstg. III S. 263.) Doch Wird man an- 
nehmen müssen, dass er in diesem Jahre nicht überhaupt erst 
Meister wurde, sondern dass er von auswärts gekommen war; 
denn die vßazzerrzstube" in Wien (Erdgesch. III. N0. 22) trägt 
schon die Jahreszahl 1633. 
ß Auf mehreren der nach ihm gestochenen Blätter kommen 
dann noch die Jahreszahlen 1634. und 1638 vor. Andere Mittel, 
um die Wirksamkeit des Meisters zeitlich zu bestimmen, sind 
bis jetzt nicht vorhanden. Diese Blätter, sowie seine eigenen 
zahlreichen Radirungen bestätigen in jedem Betrachte die 
Echtheit der beiden ersten der hier vorliegenden Bilder, welche 
Gegenstücke sind. Was das dritte Bild betrifft, so ist es kaum 
möglich, mit Sicherheit zu urtheilen: Art und Vortrag ent- 
sprechen jener ziemlich eigenthümlichen Weise des Pieter Quast 
nicht, und doch ist nicht ausgeschlossen, dass er in späterer 
Zeit, unter gewisser Einwirkung von Rembrandt, dasselbe ge- 
macht haben könnte. Es ist unter seinem Namen mit dem 
Reinikeschen Vermächtniss in das Museum gekommen, und so
        

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