Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die niederländischen Schulen im herzoglichen Museum zu Braunschweig
Person:
Riegel, Herman Herzogliches Museum <Braunschweig>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1208785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1212301
316 
Die holländische Schule: 
VII. 
Die Gattungsmaler. 
ewigen Ruh versetzt, und dieses Kunstliecht, das unzahlbar 
vielen andern hell und klar zur Folge geleuchtet, ausgelöscht." 
Aus diesem Berichte scheint mir doch deutlich hervor- 
zugehen, dass Pieter van Laer nach seiner Heimkehr noch 
fünf Jahre gearbeitet hat und dann gestorben ist, also im Jahre 
164.4, seines Alters nahezu sechzig. Er war demnach gegen 
1590 geboren, und zwar zu Haarlem. Houbraken (I.  359.), 
der wesentlich auf Sandrart fusst, hat diesen Zusammenhang 
übersehen und sich anderweitig die Lebensgrenzen des Meisters 
berechnet. Er schloss nämlich daraus, dass Samuel van 
l-Ioogstraeten in seiner „Schilderkonst", die nach ihm 1675, 
aber in Wahrheit erst 1678 erschienen ist, den Pieter van Laer 
als todt erwähnt (S. 311.), und dass Sandrart dessen Alter auf 
nahezu sechzig Jahre angiebt, er müsse um 1613 geboren sein. 
Um diesen Schluss zu machen, hätte er freilich Hoogstraeten 
garnicht gebraucht, denn Sandrarfs Werk selbst ist ja 1675 
erschienen! Houbraken's Rechnung hat aber die Grundlage 
aller weiteren Angaben in den Handbüchern und Katalogen 
gebildet. Einige wie z. B. dlArgenville (Abrege. Il. S. 76.) 
hielten die Zahlen 1613 und 1675 fest und geben das Alter 
danach auf 62 Jahre an, Andere wie z. B. noch Nagler und 
lmmerzeel lassen ihn 1673 oder 1674 sterben. 
Dass das Geburtsjahr 1613 unbedingt falsch sein muss, 
hätte Houbraken sich selbst sagen müssen, da er ja ihn von 
1623 bis 1639 in Rom sich aufhalten lässt und da er zum 
Ueberfluss schon früher berichtet hatte (I. S. 277.), dass Sandrart 
bei seiner Ankunft in Rom 1627 den Pieter van Laer bereits 
vorfand. Also mit etwa 10 Jahren hätte danach Pieter die 
Reise über Frankreich nach Rom unternommen! Dass die 
Angabe über den römischen Aufenthalt aber im wesentlichen 
richtig ist, geht, abgesehen von Sandrartls sicherer Gewähr in 
dieser Hinsicht, auch daraus hervor, dass eine Zeichnung in 
der Kunsthalle zu Hamburg 
j)  Q5 f) ßn, v 
0671 7.0 ßßwä .7 K; 4 '
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.