Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die niederländischen Schulen im herzoglichen Museum zu Braunschweig
Person:
Riegel, Herman Herzogliches Museum <Braunschweig>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1208785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1212220
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Die 
holländische Schule: 
S pätcre 
Bildniss- 
und Geschichtsmaler. 
ZLl 
N0. 488. 
No. 485. 
"Der Raub der Sabinerinnen." 
Gegenstück 
Gerard 'de Lairesse, dessen Leben Houbraken (III. 
S. 1o6-133.) bringt, erscheint in seinen Werken sehr ver- 
schieden. An Erhndung und Gestaltungskraft hat es ihm 
nie gefehlt, aber die Ausführung wechselt mehrfach sehr er- 
heblich und damit auch der Werth seiner Arbeiten überhaupt. 
Oft ist er sehr eilig und malt mit breitem Pinsel obenhin, 
dann auch wieder ist er sorgfältig und Heissig. Die hier vor- 
liegenden Bilder lassen diese Verschiedenheit deutlich er- 
kennen. Das beste derselben, der „Azkill," dürfte überhaupt 
zu den besten Werken des Lairesse gehören. Die NSCZUIZZZTZE 
des Vizllluzn," leicht und geistreich grau in grau gemalt, lehrt wie 
sehr er sich an N. Poussin lehnte und inwiefern sein Beiname 
„der nordische Poussin" gerechtfertigt ist. Ganz besonders 
breit und dekorativ sind die beiden Stücke N0. 485 und 488 
gemalt. Auch die beiden grossen Bilder No. 486 und 487 
sind sehr dekorativ gehalten. Der Styl und Kunstgeist aller 
dieser Bilder ist eng verwandt, dass seelische Leben derselben, 
der Ausdruck der Köpfe ist mehr oder weniger äusserlich und 
kalt; dieselbe Palette ist in fast allen Wiederzuerkennen. Die 
meisten Werke des Lairesse, welche andre Sammlungen be- 
sitzen, erreichen die besseren der hiesigen nur selten; zu den 
letzteren dürfte beispielsweise der „Seleukos" in Amsterdem 
(N0. 220.) zählen. In Paris (No. 265.) befindet sich ein ähn- 
licher, doch etwas grösserer nlfmdartanz" wie die hiesige 
No. 483. Die Komposition der "frauerndeiz Wmzs" ist, nach 
rechts und links erweitert und in Einzelnheiten etwas ver- 
ändert, auch von Lairesse selbst radirt worden. Das Blatt 
liegt mir in einer von J. U. Kraus gemachten Kopie vor. 
Die sämmtlichen vorliegenden Stücke werden schon bei 
Eberlein aufgeführt, mit Ausnahme der nfailzelzziexz ßbzder," 
No. 483, welche erst 1778 angekauft wurden. No. 482 war 
bereits 1737, No. 484 schon vor 1744 und No. 481 schon vor 
1711 (S. Querfurth.) erworben worden.
        

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