Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die niederländischen Schulen im herzoglichen Museum zu Braunschweig
Person:
Riegel, Herman Herzogliches Museum <Braunschweig>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1208785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1212187
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Die 
ländische Schule: 
Spätere Bildniss- 
und Geschichtsmaler. 
Es liegen mir nämlich einige von M. Mosyn gefertigte 
Stiche vor, namentlich eine „rulzenzz'e Venus," die in Auffassung, 
Haltung und Behandlung manches nahe Verwandte mit der 
nßzlma" auf der vorliegenden N0. 521 hat, und ferner eine 
„Arzkza'ne auf Naxas," welche in der Zeichnung der Brust und 
des Kopfes dieselben Beziehungen zeigt, während der Styl ihres 
Gewandes an Bronchorst, der des Gewandes und des Kopfes 
vom Bacchus aber sehr deutlich an antike Vorbilder erinnert. 
Durch letzteren Umstand reicht das Werk wiederum den hie- 
sigen ntgabizzerinnen" des Adriaen Backer die Hand. Aber die 
Stiche nennen einen J. A. Backer als Erfinder. Wer war nun 
dieser J. A. Backer? Meyer's Künstler-Lexikon und das neue 
Meyer-Bodtäsche Verzeichniss der Berliner Gallerie nennen 
ohne weiteres den Backer, der bei C. de Bie, Houbraken 
u. s. w. Jakob heisst, Jakob A. Backer. Diese Annahme scheint 
mir jedoch nicht haltbar, da die Stiche den Charakter einer 
erheblich späteren Zeit, als der bis wohin Jakob der ältere 
lebte, tragen. Ich möchte mich vielmehr zu der Ansicht 
neigen, dass J. A. Backer der Adriaen. des alten Jakob's 
Neffe, sei.  
ln Bezug auf die Backer ist also noch vieles aufzuklären 
und festzustellen, und ich hoffe, wenn die zu Amsterdam im 
Museum, dem Rathhause, der Akademie, dem Werkhause u. s. w. 
vorhandenen Werke derselben im neuen Museum angemessen 
aufgestellt und kunstgeschichtlich beurtheilt sein werden, dass 
dann auch Licht in diese jetzt noch verworrenen Verhältnisse 
kommen wird. Zunächst wird man' die Werke der beiden 
Jakob, des älteren und des jüngeren, scheiden müssen, und 
prüfen, ob die des letzteren denen des Adriaen verwandt sind 
oder nicht. Diese Scheidung wird gewiss eine brauchbare 
Grundlage weiterer Untersuchungen abgeben.
        

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