Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die niederländischen Schulen im herzoglichen Museum zu Braunschweig
Person:
Riegel, Herman Herzogliches Museum <Braunschweig>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1208785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1212151
Adriaen Backen 
301 
N0. 160.) iindet sich das dritte Bild als Werk des Johann 
Backer, und bei Eberlein (I. Gall. N0. 100.) das vierte als ein 
Werk des van Dyck verzeichnet. In den Papäschen und 
späteren Katalogen sind alle diese vier Bilder dem Jakob 
Backer zugetheilt, vermuthlich weil sie dieselbe Künstlerhand 
bekunden und weil ein Johann Backer nicht bekannt war. 
Aber auch diese Benennung ist nicht zutreifend. Die 
Bilder gehören dem Adriaen Backer an, von welchem die 
Gallerie schon den mit seinem vollen Namen bezeichneten- 
Dßauö der Sabzäzerinnezz" besitzt. 
Der Beweis hierfür liegt wesentlich darin, dass das 
wßilzlnzks" N0. 139 mit dem angegebenen, aus A und B zu- 
sammengesetzten Monogramm bezeichnet ist, und dieses auf 
Adriaen Backer bezogen werden muss. Dasselbe Zeichen 
findet sich auch auf dem "männlzklzezz Büdnisse" von der Hand 
dieses Meisters in Rotterdam (N0. 4.) und ein sehr ähnliches 
auf dessen "Semiramzlti, von 1669 in Haarlem  Diesem 
letzteren Zeichen entsprechen wieder genau die Anfangsbuch- 
staben der aus dem vollen Namen und der Jahreszahl 1671 
bestehenden Bezeichnung des "Bildnisse: 71012 D. Mellms" in 
Amsterdam (N0.  Das B auf diesen beiden letzteren Bildern. 
stimmt wieder mit demselben Buchstaben in der Bezeichnung 
des hiesigen "Raubes der Sabinerzäzßzen" genau, so dass also eine 
ganze Reihe von Bezeichnungen vorliegt, die unter einander 
zusammenhängen und dem Adriaen Backer angehören. Danach 
muss auch das vorliegende Bild als ein Werk dieses Meisters 
erachtet werden. Und da nun die übrigen drei Stücke mit 
diesem Werke wieder ganz eng verwandt sind, so werden 
auch sie dem Adriaen Backer zugehören. Dies wird hinsicht- 
lich des Stückes N0. 521, welches bei Eberlein Wohl mit Recht 
als "schlafende Diema mit ilzren Mlllpilßll und Ermjmzzbn" aufge- 
fasst wurde, auch noch dadurch begründet, dass der Endymion 
augenfällig derselbe Kopf ist, wie der in dem nßilrlnisse," 
N0. 139 dargestellte, welches angeblich des Künstlers eigene 
Züge wiedergiebt. 
Durch alle diese Thatsachen und Beziehungen wird, 
wie mir scheint, mit Sicherheit die Urheberschaft des Adriaen
        

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