Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die niederländischen Schulen im herzoglichen Museum zu Braunschweig
Person:
Riegel, Herman Herzogliches Museum <Braunschweig>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1208785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1211724
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Die 
Iändisclme Schule: 
Schülel 
und Nachahmer von Rembrandt. 
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N0. 525. "Tabias wird durch Raguel zu dessen Toclzter 
Saß-all gefizlzrl." (B)  Bez. an dertnittleren Treppenstufe 
fast 1., ziemlich schwach: 
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Das Bild hat stets den Namen des Eeckhout getragen bis 
in die neueste Zeit, wo es in dem letzten Blasiusschen Kataloge 
als ein Werk des F. Bol erscheint, mit dem Beisatze, dass es 
„auch dem G. van den Eeckhout zugeschrieben worden ist." 
Die letztere Wendung ist allerdings nicht ganz zutreffend, denn 
das Bild ist nicht dem Eeckhout zugeschrieben worden. es trug 
vielmehr, soweit man zurückverfolgen kann, stets diesen Namen, 
nach der Ueberlieferung ohne die geringste Anfechtung. 
Dennoch ist jene Namenänderung begründet, denn es hat sich, 
nachdem das Gemälde im Herbste 1881 regenerirt worden ist, 
die mitgetheilte Bezeichnung gefunden, welche nur auf F. Bol 
bezogen werden kann. 
Was den Gegenstand des Gemäldes angeht, so ist die alte 
Angabe beibehalten worden, wenn auch Bedenken sich nicht 
unterdrücken lassen. Nach der biblischen Erzählung wird 
Tobias durch Raguel und dessen Weib Hanna zu Sarah, seiner 
Braut, geführt; einer besonderen Einladung von Seiten der 
Eltern bedurfte es nicht, da Tobias selbst die Sarah sich er- 
beten hatte, die Eltern aber sogar für sein Leben fürchteten. 
Nach der Weisung des Engels nun enthielt sich Tobias drei 
Nächte lang seiner Frau, beide beteten und dankten Gott. Zu 
dieser Sachlage stimmt der begehrliche Ausdruck des jungen 
Mannes, der vergnügliche Stolz des Alten, das Fehlen der 
Mutter und die Nacktheit, sowie der staunende Ausdruck der 
Frau auf vorliegendem Bilde nicht. 
Diese Umstände rufen vielmehr den Gedanken an die 
Geschichte des Gyges wach. Der lydische König Kandaules 
glaubte, dass sein Günstling Gyges die Schönheit seiner
        

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