Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die niederländischen Schulen im herzoglichen Museum zu Braunschweig
Person:
Riegel, Herman Herzogliches Museum <Braunschweig>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1208785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1211488
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Die 
Iändisclme Schule: 
Rembrandt. 
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Bez. r. in der Mitte: 
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im 
Gegenstücke 
Oval; 
Brustbilder. 
In allen Verzeichnissen seit 1744 werden diese beiden 
Gemälde als die nßilzinzltse des Ifugo Gar-alias und dessen Frau" 
ausgegeben, und nur in der Querfurfschen Beschreibung von 
Salzdahlum Endet man sie als „z1uez' relzr stllälze Portraits" ohne 
weitere Benennung aufgeführt. Zu dieser alten Auffassung, 
welche also in den beiden Stücken lediglich Bildnisse von 
Unbekannten erblickt, wird man zurückkehren müssen; denn 
die Benennung derselben mit dem Namen des Hugo Grotius 
und dessen Gattin ist gänzlich unhaltbar. Hugo Grotius war 
1631 volle 48 Jahre alt, wogegen der hier Dargestellte jünger 
erscheint; auch weicht die Gesichtsbildung des Letzteren ganz 
und gar von der des Grotius ab. Von diesem grossen Ge- 
lehrten besitzt man zahlreiche Bildnisse, von denen verschiedene 
auch in Kupfer gestochen sind; am hervorragendsten unter 
denselben dürfte das ausgezeichnete Gemälde von Rubens 
im Palazzo Pitti zu Florenz (N0. 85.) erscheinen, wo dieser 
sich selbst, seinen Bruder Philipp, Justus Lipsius und Hugo 
Grotius gemeinschaftlich dargestellt hat. Das Studium, nach 
welchem auf diesem Gemälde das Bildniss des Letzteren ge- 
arbeitet ist, befindet sich in der Arembei-gscheti Sammlung zu 
Brüssel (N0.  Alle, unter einander durchaus überein- 
stimmenden Bildnisse des Grotius zeigen einen völlig anderen 
Menschen als den hier dargestellten, und man muss die Be- 
nennung des Letzteren als Hugo Grotius ganz unbedingt aut- 
geben. Als Zeugen von Gewicht für diese Behauptung führe 
ich übrigens noch W. Bürger (Tresors d'art en Angleterre.
        

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