Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die niederländischen Schulen im herzoglichen Museum zu Braunschweig
Person:
Riegel, Herman Herzogliches Museum <Braunschweig>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1208785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1211346
220 
ländische Schule: 
Die hol 
III. 
Aeltere Zeitgenossen von Rembrandt. 
Cornelius de Bie (S. 412.) ist der erste, der Einiges über 
Hanneman berichtet. Nach ihm lebte er, als das „Gulden- 
cabinet" herausgegeben wurde (1661), im Haag, nachdem er 
vorher längere Zeit in England zugebracht hatte, und er malte 
Bildnisse, „die viel vor van Dyck angesehen wurden." Nach 
Sandrart (II. S. 321.) hat er sogar „den van Dyck zum Lehr- 
meister gehabt." Gool (I. S. 24j8.) berichtet dann, dass er 1610 
oder 11 im Haag geboren und 1662 noch am Leben gewesen 
sei; er sagt, dass er nach Einigen ein Schüler des van Dyck, nach 
Andern des Jan van Ravesteyn gewesen sein soll. Zwischen. 
1653 und 1662 malte er die „Allegarie auf dm Frieden" im 
Sitzungssaale der Staaten von Holland, und 1656 wurde er 
zum ersten Dekan des neuen Malerverbandes im Haag „Pic- 
tura" bestellt. (Vergl. C. Vosmaer in der Kunstkronijk 1865. 
S. 59. auch Archief v. n. kunstgesch. IV. S. 59.) Bei der älteren 
Lukasgilde im Haag war er im Oktober 1619 als „leerknecht 
by Antony (also nicht Jan) van Ravesteyn" eingeschrieben 
worden, und 1640 war er als Meister in dieselbe eingetreten. 
(Kunstkron. 1867. S. 82 und Archief. IV. S. 7. und III. S. 258.) 
Man wird deshalb zu der Frage veranlasst, ob dies letztere 
vor oder nach seinem Aufenthalte in England geschah. Da er 
aber nach Walpole (Anect. of painting II. S. 215.) sechszehn 
Jahre in England gelebt haben soll, und seine Anwesenheit im 
Haag für 1648, wo er drei Schüler annahm (Archief IV. S.  
für 1650, was sogleich nachgewiesen werden wird, und für 
1653, 1656 und später, wie bemerkt und wie auch sonst ersicht- 
lich (Archief lV. S. 59  beglaubigt ist, so muss er wohl schon 
vor 1640, also etwa seit 1623 oder 1624 in England gewesen 
sein. Hiernach aber ist es unmöglich, dass er erst 1610 oder 
1611 geboren sei, vielmehr scheint die von Kramm (II. S. 637.) 
nach der Handschrift des Pieter Terwesten beigebrachte Jahres- 
zahl 1601 der Wahrheit besser zu entsprechen. Er ist dann 
als junger Meister nach England gegangen, hat sich dort an 
van Dyck gelehnt und ist 1640 oder kurz vorher wieder 
nach dem Haag zurückgekehrt, wo er seitdem gelebt hat. 
Nach Walpole soll er 1680 gestorben sein, doch glaubte Kramm 
diese Angabe dahin berichtigen zu können, dass dies schon 
1668 oder 1669, und zwar im Haag, geschehen sei. In der
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.