Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die niederländischen Schulen im herzoglichen Museum zu Braunschweig
Person:
Riegel, Herman Herzogliches Museum <Braunschweig>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1208785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1211311
Leonard Bramer. 
217 
N0. 5x3. „jesus 
Bez. fast in der Mitte, 
zwischen 
auf der l. 
den Szlzrzftgelehrlen." 
Seitenßäche der Sitzbank: 
K Buvmer 
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Cornelis de Bie (S. 252ß.) giebt die ältesten Nachrichten 
über L. Bramer: er sei 1596 geboren und habe sich nach 
längerem Aufenthalte in Italien zu Delft niedergelassen, wo er 
auch seitens der Nassauischen Fürsten beschäftigt worden sei. 
Da er jedoch erst am 30 April 1629 als Meister in die Delfter 
Lukasgilde aufgenommen worden ist (Archief voor nederl. 
kunstgesch. I. S.  so könnte vielleicht die Ansicht Waagen's 
(Handbuch Il. S. 119.), dass er später als 1596 geboren sei, 
begründet erscheinen. Allein da es bei de Bie ausdrücklich 
heisst, dass er „lange Zeit in Italien gelebt" habe, so kann es 
auch nicht auffallend sein, dass er erst mit 33 Jahren Meister 
in der Gilde zu Delft wurde. In dieser Gilde ist er später 
wiederholt Dekan gewesen, zuletzt im Jahre 1665 (Archief I. 
S. 58f9. 64. 7ol1.), und nach Bleyswijck (Beschryvinge der stadt 
Delft S. 859.) ist er im Jahre 1667 noch am Leben gewesen. 
Die Nachricht, dass er mit einigen Genossen die Lukasgilde 
zu Delft gestiftet habe, die man bei Vosmaer (Rembrandt 
2. Aufl. S.  bei Vloten (Nederl. schilderkunst S. 217.) und 
bei Anderen findet, ist irrig, denn die Lukasgilde bestand 
schon lange vor seiner Aufnahme. Auch ist der Schluss 
Vosmaefs, dass er vor 1625 aus Italien heimgekehrt sein müsse, 
weil er Bilder für den „Fürsten Moritz" gemalt habe und 
dieser schon in jenem Jahre gestorben sei, nicht zutreffend; 
denn bei de Bie, der Quelle dieser Angabe, wird der Be- 
treffende der „Graf Moritz von Nassau" genannt, und damit 
kann nicht jener in der Geschichte als Moritz von Oranien 
bekannte Fürst, sondern es wird verrnuthlich der Graf Johann 
Moritz von Nassau gemeint sein, der erst 1679 starb und 
dessen Bildniss von Jan van der Baen (N0. 145.) weiter unten 
besprochen werden wird.
        

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