Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die niederländischen Schulen im herzoglichen Museum zu Braunschweig
Person:
Riegel, Herman Herzogliches Museum <Braunschweig>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1208785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1209170
Einleitung: 
Gesichtspunkte für die Bearbeiu 
wird auch die Schwierigkeiten, welche sich ihrer Bewäl- 
tigung entgegenstellen, genugsam kennen. Ich will nicht von 
dem allgemeinen Uebelstande hier reden, dass ich mit wenigen 
Ausnahmen, wo Stiche oder Photographien helfend und ver- 
mittelnd eintraten, bei dem Vergleiche der in Frage kommen- 
den Gemälde mit Werken andrer Sammlungen auf das blosse 
Gedächtniss und die dasselbe unterstützenden Anmerkungen 
angewiesen war. Hiervon habe ich an einem andern Orte 
ausführlicher gesprochen 1), und mag mich hier nicht wieder- 
holen. 
Doch muss ich im Besondern hervorheben, dass in der 
hiesigen Sammlung neben den Werken bekannter Meister 
ersten und zweiten Ranges auch zahlreiche Künstler zweiten 
und selbst dritten Ranges vertreten sind, deren Werke 
sonst in öffentlichen Sammlungen garnicht oder nur höchst 
selten anzutreffen sind. Und wenn man Werke derselben da 
oder dort findet, so sind diese oft an hohen oder schlecht 
beleuchteten Stellen aufgehängt, und man ist dann genöthigt, 
Leitern zu erbitten oder um die Herabnahme der Bilder zu 
ersuchen. Da das aber bisweilen nicht geht, ist man genöthigt, 
daslUrtheil in der Schwebe zu lassen. Solche Meister sind 
nun häufig garnicht bearbeitet und kunstgeschichtlich festge- 
stellt; man steht also etwas fast ganz oder ganz Unbekanntem 
gegenüber. Und wenn man dann glaubt, die Sache nach 
Maassgabe der vorliegenden Mittel erledigt zu haben, so kommt 
noch irgendwo ein neuer unerwarteter Umstand zum Vor- 
schein, oder es findet sich noch eine entlegene literarische 
Nachricht, die Alles in Frage stellt. 
So wird und kann es denn an Unzulänglichkeiten 
und Irrungen in dieser Arbeit gewiss nicht fehlen, aber man 
wolle dieselben mit Einsicht beurtheilen, da sie im Gegen- 
stande selbst unvermeidlich liegen und nicht eine Folge von 
UnHeiss und Oberflächlichkeit sind. 
Auf die Wiedergabe der Bezeichnungen der Bilder ist 
eine ganz besondere Sorgfalt verwendet worden. Bei vielen 
derselben, die klar und deutlich zu sehen sind, lässt sich eine 
Grundriss 
der 
bildenden 
Künste 
CIC. 
Aufi. 
327 H 
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