Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die niederländischen Schulen im herzoglichen Museum zu Braunschweig
Person:
Riegel, Herman Herzogliches Museum <Braunschweig>
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1208785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1210683
154- 
Die holländische Schule: 
Meister des XVI Jahrhunderts. 
Monogrammist S. I. A. M. L. V. 
um 1550-1570. 
N0. 429. „Mzmn 
und Tkanzzzr." 
und 
Frauenzimmer, 
genannt 
N0. 430. "Die Speisung der Armen nach dem Gleielz- 
niss vom grassen Abendmahl."  Bez. auf einem Baum- 
stamme etwas 1. von der Mitte des Bildes, ziemlich unten mit 
dem Monogramm: 
ä 
Diese Bilder trugen seither den Namen des Karel van 
Mander. Das grössere derselben, N0. 430, kommt bereits im 
handschriftlichen Verzeichnisse von 1744. vor und wird daselbst 
auf tooo Thaler geschätzt. In Folge des Monogrammes, 
welches dies Bild trägt, hat der letzte Blasius'sche Katalog es 
als Arbeit eines „unbekannten Malers" mit dem Beisatze aufge- 
führt, dass es dem Karel van Mander zugeschrieben worden 
ist, während er das kleine Bild (N0. 429.) unter dem Namen 
dieses Meisters beliess. Dies Verfahren ist jedoch nicht ganz 
folgerichtig, da beide Bilder augenfällig von einem und dem- 
selben Künstler herrühren. Dass dieser aber nicht Mander 
sein kann, geht aus dem Monogramm, welches sich auf diesen 
Namen nicht beziehen lässt, wie aus der Kenntniss von Mandefs 
Kunstweise hervor, welche letztere durch eine manieristische 
Anlehnung an die italienischen Vorbilder bestimmt wird; schon 
die nach Arbeiten dieses Meisters ausgeführten Stiche können 
hiervon völlig überzeugen. 
Auf wen aber soll das Monogramm bezogen werden? 
Leider lässt sich auf diese Frage keine Antwort geben. Die 
Handbücher kennen das Monogramm nicht, und durch Zu- 
sammenstellung und Versetzung der dasselbe bildenden Buch- 
staben gelangt man zu keinem Namen, der geschichtlich mit 
dem Bilde in Beziehung zu bringen wäre. Es ist dies um so 
mehr zu bedauern, da man noch mehrere andere Werke
        

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