Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abhandlungen und Forschungen zur niederländischen Kunstgeschichte
Person:
Riegel, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1205002
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1205614
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erster Stelle Hans Bol (1534-1593) W311 Mecheln aus: dessen 
Gemälde allerdings überaus selten sind, den man aber aus 
eigenen Zeichnungen und Radirungen, wie aus fremden Stichen 
nach VVerken von ihm als einen erfindungsreichen und her- 
vorragenden Künstler kennt. Im Figürlichen fusst er ursprüng- 
lich noch auf Dürer und Holbein, doch geht er später zu der 
akademischen Art über, und ebenso berühren sich im Styl der 
von ihm dargestellten Gebäude mittelalterliche und italienische 
Formen. Bedeutend und geistvoll entwickelt sind die land- 
schaftlichen Theile seiner Blätter. Neben ihm erscheint auch 
der alte Peter Breughel in zwei radirten Landschaften, die 
mit ..Rom 1553" bezeichnet sind, schon sehr beachtenswerth. 
Endlich führe ich noch Aegydius Coninxloo (geb. 1544) 
aus Alntwerpen an. Von ihm sagte schon Karel van Mander 
(1604): „Um es kurz zu machen, so weiss ich derzeit keinen 
bessern Landschaftsmalerf" und er hob dann besonders hervor, 
dass in Holland seine Art schon nachgeahmt würde, dass nament- 
lich der Baumschlag, der bis dahin dürr gehalten wurde, von 
ihm voller angelegt ward.  Diese Dürrheit sieht man z. B. 
noch sehr gepflegt und herrschend auf einigen Landschaften 
von Gillis Hondekoeter, die Jan Londerseel gestochen hat. 
Dass Aegidius Coninxloo auf David Vinckeboons, der 34 
Jahre jünger war als er, ja sogar auf dessen Vorgänger be- 
trächtlich eingewirkt hat, möchte ich für sicher halten. Nament- 
lich Lukas van Valkenborgh (154o?-1625?) selbst dürfte 
von ihm WCSCIIIllCh beeinflusst worden sein. Dieser hervor- 
ragende Meister verband mit reicher Phantasie ein reines 
Naturgefühl, mit grossen Zielen Sinn für Maass, mit bedeuten- 
dem Können Fleiss und Ernst, so dass er weitgehende Aus- 
sichten für die Zukunft andeutete?) 
Aber_diese Richtung, welche sich vom Boden des Mittel- 
alters durch die Kraft einer unbefangenen Auffassung der 
Natur unter verschiedenen Einwirkungen allmalich entwickelt 
hatte, wurde durch den allgemeinen künstlerischen Zug der 
Zeit gekreuzt und in den südlichen Niederlanden zu Gunsten 
m 
zweiten 
Het Schildefboecla. Blatt 184. 
WVeiteres über diesen Meister im 
Bande.
        

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