Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abhandlungen und Forschungen zur niederländischen Kunstgeschichte
Person:
Riegel, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1205002
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1208492
Der 
Meister 
und 
seine 
Kunst. 
Das Leben von Rubens ist in eine Zeit gefallen, die fast 
ununterbrochen von den furchtbarsten Kriegen und den tief- 
gehendsten Bewegungen erfüllt war. Alba's Auftreten in den 
Niederlanden vertrieb seine Eltern aus Antwerpen, wo sie 
wohnten, und als ihnen am 28 Juni 1577 zu Siegen ein Sohn 
geboren wurde, den sie nach den Namen der Heiligen des 
folgenden Tages Peter Paul nannten, tobte in ihrer Heimath 
noch der Krieg. Noch vor dem Ende des dreissigjährigen 
Krieges am 30 Mai 1640 starb der Meister, und nur vorüber- 
gehend kam während seines Lebens Europa zur Ruhe. Und 
dennoch, sein Leben selbst bietet das Bild einer ruhigen glän- 
zenden Erscheinung: ein Gegensatz, der deutlich zeigt, wie 
mitten durch schwere Wolken hindurch die Sonne des Glückes 
seine Pfade beschienen hat. Doch dies Glück traf ihn nicht 
zufällig und nicht unwürdig. Die Kunst des Rubens ist glän- 
zend und prächtig, und man kann sich nicht vorstellen, wie 
der Träger derselben in Dürftigkeit und unter dem Drucke 
eines feindlichen Geschickes hätte leben können. Unter 
Fürsten lebte er wie ein Fürst, wie ein König darf man sagen; 
sein Reich war die Kunst, und wie ein König von Gottes 
Gnaden herrschte er frei und von Jedermann anerkannt in 
diesem weiten Reiche. Das sahen und wussten die Fürsten 
und Könige dieser Erde, und darum erblickten sie eine Ehre 
darin, wenn sie den Maler als einen der Ihrigen achteten. 
Und der Streit der Könige, der damals die Welt erschütterte, 
berührte ihn nur, um ihn mit neuem Glanze zu umgeben. 
Gesandtschaftliche Geschäfte an den Höfen in Madrid und 
21'?
        

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