Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abhandlungen und Forschungen zur niederländischen Kunstgeschichte
Person:
Riegel, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1205002
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1208375
1630. 
haben in Bezug auf die Ansicht von A. Wauters, 
welcher die Echtheit dieses Diplornes überhaupt be- 
streitet? (Ijart. 1877. III. S. 206. 251.) Vergl. hier 
S. 181. 
6 März. Abreise von London und Rückkehr nach 
Brüssel und Antwerpen. 
Gachard, Hist. S. 188-190 giebt die wesentlichsten 
Mittheilungen über die Abreise von London und die 
Rückkehr an den Hof der Infantin. Aber er sagt 
zugleich: „Die Urkunden lassen uns vollkommen im 
Stich über die Einzelnheiten der Rückkehr von Rubens 
nach den Niederlanden" und er fügt in einer An- 
merkung hinzu, dass der Bericht einiger Schriftsteller, 
wonach die Infantin Rubens nochmals nach Mad rid 
geschickt habe, falsch sei. (Vergl. auch Gachet S. 
XLVI.) Sonderbarcr Weise bezieht er sich dabei nur 
auf das Werk von Alfred Michiels, was doch wahrlich 
keine Quellenschrift ist. Schon de Piles (S. 21.) be- 
richtet: „Rubens, überhäuft mit allen diesen (in Enge 
land empfangenen) Ehren, begab sich nach Spanien 
zurück, um Rechenschaft abzulegen vom Erfolge seiner 
Unterhandlungen, und er wurde an diesem Hofe mit 
allen möglichen Zeichen der Achtung, des Vertrauens 
und der Freundschaft empfangen. Der König machte 
ihn zum Kamrnerherrn und ehrte ihn mit dem goldenen 
Schlüsselff Auch Basan (S. XL.) erzählt von dieser 
dritten spanischen Reise, jedoch fügt er hinsichtlich 
der Ernennung zum Kammerherrn und der Verleihung 
des goldenen Schlüssels hinzu, dass „wir über diese 
beiden Thatsachen keinerlei Gewissheit haben." Basan 
ist nun freilich in Bezug auf diese Dinge auch kein 
Quellenschriftsteller, aber, indem er einen Theil der 
Nachricht als unsicher hinstellt, den andern aber be- 
stimmt verträgt, erweckt er die Vermuthung, dass er 
hinsichtlich des letzteren sichere Beweismittel hatte. 
Nun haben ja auch Michel und alle ihm folgenden 
Schriftsteller bis auf Alfred Michiels ("Rubens et Pecole 
d'Anvers" 4. Aufl. 1877. S. 326) und Waagen (K1. Schrif- 
ten. x875. S. 271) diese dritte Reise nach Spanien als 
Thatsache berichtet. Die urkundlichen Darstellungen 
von Cruzada Villaamil und Gachard wissen aber von
        

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