Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abhandlungen und Forschungen zur niederländischen Kunstgeschichte
Person:
Riegel, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1205002
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1208296
1 O20. 
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Ebenso wenig ist es nöthig, über die Ausführungen 
MichePs und Rosenberg's in Betreff des Gegenstandes 
des gestifteten Gemäldes etwas zu sagen. Die „Verza- 
meling" lässt hier nicht den geringsten Zweifel zu. 
Zwar ward" die Michaelsabtei, nachdem sie seit der 
Franzosenzeit verschiedenen fremden Zwecken hatte 
dienen müssen, am 27 Oktober 1830, während der Be- 
lagerung von Antwerpen, in Brand geschossen und 
vernichtet, so dass das fragliche Gedenkstück nicht 
mehr vorhanden ist. Aber die Quellen, welche die 
Herausgeber der „Verzameling" in der Vorrede des 
IV Bandes aufführen, und der Bericht, den sie über deren 
Benutzung geben, gewähren die Bürgschaft, dass die 
Inschriften u. s. w. in echter, urkundlicher Form mit- 
getheilt sind, und dass nicht da, wo sie ein Madonnen- 
bild aufführen ein Gemälde des h. Gregorius mit andern 
Heiligen (S. oben die Bemerkung zum Jahr 1608. Dritter 
Aufenthalt in Rom) gehangen habe. 
Die St. Michaelsabtei lag an der südwestlichen 
Spitze des alten Antwerpen. Heute steht dort das 
Zeughaus. 
Rubens zahlt an die Lukasgilde als ausserordentliches 
Todtengeld für seine Frau 110 Gulden. 
Liggeren. I. S. 627. 
Reise von etwa 4 Wochen nach Holland. Er besucht 
in Utrecht Honthorst und lernt in dessen Werkstatt 
den jungen Sandrart kennen, der ihn auf der ferneren 
Reise begleitet. 
Der GCWähYSIIIHIIII für diese Angabe ist Sandrart 
selbst. (Teutsche Akademie II Theil. S. 291.) Er spricht 
aus eigenster Erfahrung, und sein Bericht ist nicht an- 
zuzweifeln. Rubens kam danach "bald" nach dem 
Tode Isabel1a's, „um die Traurigkeit zu vergessen", nach 
Utrecht und dort, wie auf der weiteren Reise „bis an 
die brabantische Grenze" zurück, blieb Sandrart sein 
steter Begleiter. Es leuchtet ein, dass diese Reise einen 
diplomatischen Zweck nicht haben konnte, da sonst 
die Begleitung eines fremden jungen Deutschen dem 
Bevollmächtigten des Königs von Spanien hätte hin-
        

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