Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abhandlungen und Forschungen zur niederländischen Kunstgeschichte
Person:
Riegel, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1205002
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1208143
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Peter Paul Rubens; 
Uebersicht z. 
Lebensgesch. 
Meisters. 
j6I7' 
Vielleicht ist das Bild auch bereits im Jahre 1616 
fertig geworden, da es 1617 schon in der Kirche zu 
Neuburg aufgestellt wurde. (MarggrafPs Katalog.) Ru- 
bens schrieb unterm 28 April 1618, dass er ein Welt- 
gericht in sehr grossem Maasstabe für den Herzog 
von Neuburg gemalt und 3500 Gulden dafür erhalten 
habe. (Carpenter, Mernoires et docum. etc, trad de L. 
Hyrnans. S. 172.) 
Altarwerk mit der "Anbetung der Hirten," für die 
St. Johanneskirche zu Mecheln; noch daselbst. 
Die Bestellung erging unterm 27 Dezember 1616, 
die Aufstellung fand im September 1617 statt, die 
Schlusszahlung des auf 1800 Gulden festgesetzten 
Preises erfolgte am 12 März (oder Mai?) 1624. (Grim- 
bergen S. 43315.  Neefs, Invent. bist. des tabl. etc. ä 
Malines. S. III). Facsimile der Quittung vom 12 März 
(oder Mai?) 1624 bei Smith, A "Catalogue raisonne". 
Bd. II. und bei Hasselt. S. 109. -Neuere Mittheilungen 
zur Geschichte des Bildes bei Ruelens, P. P. Rubens: 
documents et lettres. S. 2 ff. 
1618 
oder früher. Darstellungen aus der Geschichte des 
Consuls Decius Mus als Vorlagen zu gewirkten 
Teppichen. 
Nach dem Briefe vom 16 Mai 1018 an Carleton 
(Carpenter; Ausg. v. L. Hymans S. 194.) hatte Rubens 
diese Vorlagen bei dem Werkmeister in Brüssel nieder- 
gelegt. Wieviel es ihrer waren und wie sie ausgeführt 
waren, weiss man nicht; er nennt sie „Cartoni", womit 
schwerlich blosse Kohlenzeichnungen auf Papier, 
schwarz oder farbig, gemeint sind. Nach Smith (II. 
S. 182. N0. 633) wurden allerdings 1779 „vier grosse Kar- 
tons" mit Decius-Darstellungen zu Brüssel für 1500 Gul- 
den verkauft; aber die sechs Decius-Gemälde in der 
Liechtensteiwschen Sammlung zu Wien (N0. 89-94) 
stehen, da „die Figuren zum Theil linksbündig er- 
scheinen" (J. Falke's Katalog S. 12), jedenfalls auch mit 
dieser Unternehmung in Beziehung. Zwei der Entwürfe 
befinden sich zu München. (No. 247 und 921.) Nach 
F. J. van den Branden's Meinung, (Geschied. der Antw.
        

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