Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abhandlungen und Forschungen zur niederländischen Kunstgeschichte
Person:
Riegel, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1205002
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1208043
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Peter Paul Rubens: 
Uebersicht z. 
Lebensgesch. 
Meisters. 
160517- 
Gänard, Aanteek. S. 366. Bei Bertolotti heisst der N0- 
tar Alex. de Myse, bei Gänard Alex. de Wyse. 
Gemälde für den Hauptaltar in der Chiesa nuova 
(S. Maria in Valicella) zu Rom. 
S. die Bemerkung bei der Wiederholung vom Jahre 1608. 
1607 
vom Juli ab. Aufenthalt in Genua. 
Die „Beschneidung Jesu" für den Hochaltar der 
Kirche S. S. Andrea ed Ambrogio (Jesuitenkirche); noch 
jetzt daselbst. 
Nach den Urkunden ist es unbestimmbar, wie lange 
Rubens in Genua blieb. Der Hof von Mantua, bei 
dem er sich befand, verweilte daselbst vom 4 oder 
5 Juli bis zum 24. August. (Gaz. des beaux arts 1868.) 
Ob er aber auch gleichzeitig mit demselben die Stadt 
verlassen habe, ist nicht ersichtlich. Die allgemeine 
Vermuthung, sowie die Thatsache, dass er in Genua 
zahlreiche Verbindungen hatte, die zu Aufträgen ver- 
anlassten, sprechen für einen längeren Aufenthalt. Dies 
bestätigen auch die Angaben bei de Piles (S.  
wonach „Rubens, unter allen Städten Italien's, in denen 
er verweilte, sich am längsten in Genua aufgehalten 
habe." Man müsste hiernach sogar einen wiederholten 
Aufenthalt in Genua annehmen, und man könnte dann 
erst begreifen, wie es möglich war, dass Rubens ausser 
dem Altarbilde für S. S. Andrea ed Ambrogio ver- 
schiedene Bildnisse und andere Gemälde ausgeführt 
habe, die sich zum Theil noch in Genua, zum Theil an 
andern Orten (z. B. „Bildniss der Marchesa Brigitta 
Spinola und der einen Prinzessin Grimaldi" bei Herrn 
Bankes in Dorsetshire u. s.  befinden. Doch nahm 
Rubens auch Aufträge von Genua, aus Italien nach 
Hause mit, was das Altarbild des h. Ignatius (S. das 
Jahr 1620) beweist. Würde man eine Irrung bei de 
Piles annehmen, so könnte Rubens in Genua selbst 
nichts oder nur sehr wenig Ausgeführtes gemalt, son- 
dern nur Entwürfe und Skizzen gemacht, und er müsste 
dann die fertigen Bilder erst später aus Antwerpen 
übersandt haben. Jetzt befinden sich noch an 20 
mehr oder Weniger grosse Werke von Rubens in Genua.
        

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