Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abhandlungen und Forschungen zur niederländischen Kunstgeschichte
Person:
Riegel, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1205002
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1207915
Werke. 
Tod und Grabschrift. 
265 
und für welche er Studien nach der Natur hinsichtlich der 
Gegenstände gemacht hatte, die er in dem grossen Werke 
darstellen sollte; er änderte dann nur je nachdem er es ange- 
messen fand. Hiernach seien Sie nicht erstaunt über die fast 
endlose Zahl seiner Gemälde und darüber, wenn ich Ihnen 
sage, dass, ungeachtet der grossen Geschäfte, die er verpflichtet 
war zu verrichten, niemals ein Maler so viele Werke hervor- 
gebracht hat. Wir sehen den grössten Theil derselben in 
Stichen, von denen die besten unter seiner Leitung durch 
Paul Pontius, Lukas Vorsterman, Bolswert und 
Peter de Jode, alle vier ausgezeichnete Arbeiter, ausgeführt 
sind. 1) 
Endlich, itachdem er so nützlich für seinen Fürsten und 
sein Vaterland und so rühmlich für sich selbst gelebt hatte, 
starb er im Jahre 1640, 64 Jahre altgß) er wurde in der Jakobs- 
kirche zu Antwerpen bestattet, WO seine Wittwe und seine 
Kinder zu seinem Andenken eine Kapelle erbauten, in der sie 
die folgende Grabschrift setzen liessen: 
Dem 
besten 
höchsten 
Gott. 
Peter Paul Rubens, Ritter, 
des Johann SchöHens dieser Stadt 
Sohn, Gutsherr zu Steen 
liegt hier, 
1) Die Ausgabe von 1755, im „Receuil etc", (S. 387.) enthält an 
dieser Stelle noch folgenden Absatz: 
„Er hatte mehrere Zöglinge, unter denen die berühmtesten 
sind: Pieter Soutmann, Maler des Königs Sigismund von Polen. 
Jan van Hoeck, Maler des Erzherzogs Leopold, Justus van 
Emgont, Erasmus Quellinus, der berühmte Bildhauer, der 
das Rathhaus in Amsterdam verziert hat, Anton van Dyck, 
Theodor van Thulden, der die Malereien im Chor und am 
Hochaltare des Irrenhauses zu Paris gemacht hat, Abraham van 
Diepenbeeck, ausgezeichneter Schlachtenmaler, und mehrere 
andere, die mir jetzt nicht in der Erinnerung sind. 
2) Wegen dieser irrigen Zahl 64  statt 63  s. weiter oben 
S. 188 H.
        

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