Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abhandlungen und Forschungen zur niederländischen Kunstgeschichte
Person:
Riegel, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1205002
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1207506
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Peter Paul Rubens: 
Die Grabschrift. 
deren Buchstaben aus weissem Marmor in die graue Tafel 
eingelegt sind. Hart unter den Buchstaben „R. I. PT, und zwar 
so, dass die untern Spitzen der kreuzförmig gestalteten Punkte 
zum Theil mit weggeschnitten sind, schneidet die Platte ab. 
Dieser Umstand und die quadratische Form bezeugen deutlich, 
dass die Tafel gewaltsam verkürzt ist, und zwar, wie man 
sieht, zu dem Zwecke um einem andern grossen Grabstein 
Platz zu lassen. Diese Steintafel ist vermuthlich im Jahre 1644, 
jedenfalls vor dem November 1645 von dem Steinhauer Jakob 
Dessenffans für den Preis von 35 Gulden geliefert und „in 
die neue Kapelle gelegt" worden, also ohne Zweifel in den 
Fussboden derselben. Sie ist von ihrer alten Stelle entfernt 
und an ihre jetzige gebracht wordenß) Die Entfernung musste 
stattfinden, damit die Parysschen Grabsteine dort Raum 
fänden. 
Denn auf dem Boden der Kapelle liegen jetzt drei grosse 
Grabtafeln von grauem Marmor mit Inschriften: In der 
Mitte die von Rubens selbst, inschriftlich durch Parys her- 
gestellt. Links die von Franz Rubens, dessen Gattin und 
deren Sohn Alexander Joseph, der, wie bemerkt, als letzter 
Spross des Namens Rubens 1752 starb, nebst des letzteren 
Gattin, ohne Zweifel gleichfalls von Parys gesetzt. Beide 
Tafeln sind oberhalb der Inschrift mit den betreffenden Wappen 
verziert, welche letzteren jedoch in äusserst barocken Um- 
rahmungen sich befinden. Die Grabtafel rechts bezieht sich 
auschliesslich auf die Parys'sche Familie; sie ist nach 1792 
gesetzt; die Verzierungen des Wappens sind bei weitem 
weniger barock. 
An der Hinterseite der Kapelle steht der Altar mit dem 
von Rubens selbst gemalten Altarbilde. Die eigentliche Archi- 
tektur des Altars ist die alte, aber der weissmarmorne Altar- 
tisch ist neu; er wurde von Henricus Danco um 1755 
gemeisselt. 1') Derselbe enthält an der Vorderseite das Wappen 
Lerius, Not. 
Antwerpsch 
 Th. van 
S. 116.  
 Verachter, Tombeau etc. S. 17, 29.  
des oeuvres d'art de Päglise St. Jacques etc. 
Archievenblad. II. S. 146. 
"v Verzameling u. s. w. II. r. S. 63.
        

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