Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abhandlungen und Forschungen zur niederländischen Kunstgeschichte
Person:
Riegel, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1205002
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1207188
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Peter Paul Rubens: 
Der Geburtsort. 
wie die Urkunden bezeugen, offen zum Protestantismusl). Ja, 
sie gehörte noch 1581 in Köln unzweifelhaft zur dortigen 
niederländisch-reformirten Kirche?) und wird noch 1582 durch 
den Ausweisungsbefehl, welchen der Rath von Köln gegen 
alle Nichtkatholischen erliess, wenn auch nur vorübergehend, 
berührtß) Wäre nun, wie man hierbei noch bemerken kann, 
Peter Paul in Köln geboren, so müsste sein Name in den 
noch erhaltenen Kirchenbüchern der reformirten Gemeinde 
sich finden. Da dies aber nicht der Fall ist, so werden die 
für Siegen sprechenden Umstände hierdurch noch erhöhtf) 
obwohl nicht unwiderleglicherweise, da die Möglichkeit, dass 
die Eltern Rubens aus vielfachen, sehr naheliegenden Gründen 
ihre Kinder immerhin hätten katholisch taufen lassen können, 
einiges für sich haben dürfte. Denn schliesslich und wahr- 
scheinlich gleich nach jener Zeit traten sie selbst, dem Drucke 
der Verhältnisse, wie dies ihre sehr verzweigten Interessen 
dringend empfehlen mussten, nachgebend, in die katholische 
Kirche zprückß) Johann Rubens starb als Katholik; die Kin- 
der Wurden zu Köln und dann zu Antwerpen katholisch er- 
zogen. Leider sind nun aber die Siegener Kirchenbücher aus. 
jener Zeit nicht mehr vorhandenf) so dass der bestätigende 
urkundliche Nachweis aus den Taufbüchern in Bezug auf den 
Tag und den Ort der Geburt des grossen Malers nicht zu 
erwarten steht. 
Ein Umstand verlangt schliesslich noch eine kurze Be- 
rührung. Mehrere von der Rubensschen Familie ausgegangene 
schriftliche und selbst inschriftliche Nachrichten enthalten, den 
durch die Urkunden erwiesenen Thatsachen gegenüber, Un- 
Wahrheiten. Auf dem Grabsteine des Johann Rubens, der 
in der Peterskirche zu Köln bestattet worden war, hatte die 
Wittwe schreiben lassen, dass sie „mit ihm in sechsundzwatizig- 
1) Bakhuizen, Les Rubens. S. XL. XLV. 
2) Ennen's erste Schrift. S. 79 u. 80. 
3) Annalen. Heft 20. S. 10. 
4) Daselbst. S. 16 u. Spiess, Episode. S. 
5) Bakhuizen, Het huwelijk. S. 142. 
ß) Daselbst. S. 139. Anmerkung 2.
        

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