Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abhandlungen und Forschungen zur niederländischen Kunstgeschichte
Person:
Riegel, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1205002
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1206459
teste S. 
tersti 
stellung oder Abbildung der siebzehn Schützen beabsichtigt 
wurde. Doch hierauf kommen wir zurück. 
Etwa zwanzig Jahre später scheinen die Schütterstücke 
schon sehr an der Tagesordnung gewesen zu sein, wie mehrere 
Gemälde im Rathhause zu Amsterdam darthun dürften. Von 
1554, 1559 und 1563 sind drei Stücke von der Hand des Dirk 
Jacobszen (N0. 47-49) vorhanden, von denen die beiden 
ersteren die Schützen noch in gleichrnässiger Kleidung zeigen. 
Ferner ist das Stück von Jakob Cornelissen aus dem Jahre 
1556 (N0. 30) und die beiden des Dirk Barentszen von 1562 
und 1566 (No. 11,112) zu nennen. Die Schützen sind in zwei 
oder drei Reihen tiber und hinter einander angeordnet, und 
zwar so, dass die vordere Reihe meist als Brustbilder, die 
hinteren nur als Köpfe gehalten sind. Doch ist das letzte 
Bild des Dirk Barentszen von 1566 wieder als Mahlzeit aufgefasst, 
bei der es allerdings kärglich hergeht, da die gedeckte Tafel 
nur mit Brod und Häring besetzt ist. An diese Meister reiht 
sich" dann Cornelis Ketel in Gouda und Amsterdam und 
Cornelis Cornelissen in Haarleiti. 
Von Cornelis Ketel sieht man im Rathhause zu 
Amsterdam (N0. 53) ein grosses Stück aus dem Jahre 1588, 
zwölf Schützen mit ihrem Hauptmann Dirk Rosecrans, stehend 
in ganzen Figuren, das schon Karel van Mander „sehr herrlich 
geschildert und zierlich von Ansehn" nennt. 1) Während die 
älteren Stücke noch eintöniger, zum Theil sogar, wie etwa 
dasjenige des Dirk Jacobszen von 1554, in einem braunen 
Ton gehalten sind, tritt bei Ketel schon eine bedeutende 
VVeiterentwickelung der malerischen Behandlung, des reiferen 
Vortrages und der freieren Charakteristik auf. Auch seine 
Vaterstadt Gouda besitzt in ihrem Museum ein Schütterstück 
Von ihm aus dem Jahre 1595. 
Cornclius von Haarlem seinerseits nimmt mit seiner 
wschutzenmahlzeit der alten Duhle" vom Jahre 1583, die 
man noch jetzt im Museum dieser Stadt sieht (N0. 23), eine 
Epoche-machende Stellung ein. Da sitzen die biedern 
Schützenleute rings um einen viereckigen Tisch in fröhlicher 
Het Schildcrboek 
C1C. 
Ausg. 
1617"
        

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