Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Abhandlungen und Forschungen zur niederländischen Kunstgeschichte
Person:
Riegel, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1205002
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1206337
Während der Unabhängigkeitskriege, welche die sieben 
nördlichen Provinzen der Niederlande gegen Spanien führten. 
Waren dort die Schützenvereine, die in Deutschland und 
den Niederlanden während des fünfzehnten und sechszehnten 
Jahrhunderts einer grossen Theilnahme sich erfreuten, zu 
einer ganz besonderen Bedeutung gelangt. Diese Bedeutung 
beruhte in dem Antheil, welchen die Schützen an jenen 
Kämpfen selbst nahmen. Sie traten damit über die engeren 
Grenzen der eigentlichen Schützengesellschaften heraus und 
wurden militärisch geordnete Bürgerwehren, die besonders der 
Vertheidigung ihrer Städte dienten. Was sie in dieser Hin- 
sicht leisteten, ist aus der Geschichte der ruhmvollen Be- 
lagerungen von Haarlem und Leyden in den Jahren 1572, 1573 
und 1574 genugsam bekannt. 
Noch heute bestehen eine grosse Menge von Schützen- 
gesellschaften mit ihren Schiesshäusern in grossen und kleinen 
Städten Deutschland's und der Niederlande, die ihr Festschiessen 
Und Festessen haben wie ehedem die alten Verbände. Ja, 
viele derselben, wie z. B. die in Braunschweig können ihren 
Ursprung in „alte unvordenkliche Zeiten" hinauf verlegen, 
andere wie z. B. die zu Weimar hausen noch auf demselben 
Grund und Boden, oder wie z. B. die zu Brügge gar noch 
nrdenselben Gebäuden wie vor Jahrhunderten. Die Gewohn- 
heiten sind also ununterbrochen und lebendig fortgesetzt, und 
Sfe gestatten, in Verbindung mit geschichtlichen und urkund- 
lichen Nachrichten, sich eine Vorstellung von dem alten 
SChutzenwesen zu bilden. 
Der Ursprung desselben beruht auf dem uralten Rechte
        

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