Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Donatello, seine Zeit und Schule
Person:
Semper, Hans
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1406498
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1407766
STATUEN FÜR DIE NISCHEN etc. 
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Lebensdauer, im Verhältniss zu welcher 
sehr fruchtbar gewesen zu sein scheint. 
der Geistliche Uguccione, stirbt im Jahre 
Sta. Maria Nuova." 
dieser Künstler nicht 
Ein Sohn von ihm, 
14.79 im Hospital von 
STATUEN 
FÜR 
DIE 
NISCHEN 
VON 
OR 
SAN 
MICHELE. 
Die Herstellung und Ausfüllung der Loggien von Or San 
Michele mit Statuen begann zwar noch früher, als die oben ge- 
schilderten vier Evangelisten-Statuen in Auftrag gegeben wur- 
den; die Arbeiten an der Loggia zogen sich aber in ununter- 
brochener Kette bis in spätere Zeit hinein und stehen mit anderen 
Sculpturen dieser letzteren in enger Verbindung, wesshalb wir sie 
erst nach jenen Statuen zu besprechen für angemessen finden. 
Ehe wir darauf eingehen, wird ein kurzer Ueberblick über 
die Baugeschichte der Loggia am Platze sein, da sie von Neuem 
unsern obigen Satz bestätigt, dass im I4. Jahrhundert mehr- 
fach die architektonischen Vorbedingungen für die sculptorischen 
Leistungen des 15. Jahrhunderts geschaffen wurden. Bereits im 
S. Jahrhundert wurde an dem Platz derselben eine Kirche zu 
Ehren des heiligen Michael (dem Schutzheiligen der Longo- 
barden, die damals in Florenz herrschten) gestiftet und in 
Horto genannt, weil ehemals daselbst, Gärten gelegen waren. 
Nach 1240 wurde diese alte Kirche, trotz der Einsprache der 
Mönche von S. Silvestro a Nonantola, niedergerissen und an 
einer andern Stelle wieder aufgebaut, während an dem alten 
Platze ein Getreidemarkt hergerichtet wurde. Im Jahre 1284. 
beschloss man, denselben durch eine Loggia mit einem Korn- 
magazin darüber vor den Einflüssen der Witterung zu schützen. 
Schon 1290 war die Loggia vollendet. 
An einem der Pfeiler war ein Bild der Jungfrau ange- 
bracht, das bei dem Zusammenströmen so vieler Bauern da- 
selbst bald zu solcher Verehrung gelangte und so viele Spenden 
empfing, dass die Frati laudesi (Hymnensänger), Welche über 
die einlaufenden Gelder zu verfügen hatten, sich schon 1291 
zu einer rnildthätigen Bruderschaft zusammenthaten. Aus Eifer- 
sucht über deren Gedeihen steckte der Prior von S. Piero in
        

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