Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Donatello, seine Zeit und Schule
Person:
Semper, Hans
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1406498
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1410209
BISHER UNGEDRUCKTE BELEGSTELLEN UND DOCUMENT E. 
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beitrug, unter den Bildhauern dieser Städte das Studium der Antike und 
der Natur zu fördern, sondern dass er diesen Einfluss sogar auch als Maler 
auf die Maler ausdehnte. 
Dass Donatello gerade in den Festons nach antiker Weise als Neuerer 
auftrat, das zeigen uns auch seine Sculpturen, an denen dieses Motiv beson- 
ders häufig erscheint, oft in Vereinigung mit Putten und Seraphimköpfcxi, 
welche die Ghirlanden und Fruchtschnüre tragen. Und aus Vasari wissen 
wir, dass er wenigstens als Stuccateur auch sonst noch Malern mit sol- 
chen Decorationen an die Hand ging. Wir führen in dieser Beziehung fol- 
gende Stelle aus dem Leben des Dello an, worauf wir schon oben hinwiescn. 
Vasari, Vite, p. x79 (Mailänder Ausgabe) heisst es: 
 Egli (Dello) dipinse particolamente a Giovanni de' Medici 
tutro il fornimento dluna camera, che Eu tenuta cosa veramente 
rara ed in quel genere bellissima come alcune reliquie che ancora 
ce ne sono dimostrano. E Donatello essendo giovanetto dicono  
che gli ajutö facendovi di sua mano con stucco, gesso, colla e 
matten pesto alcune storie ed ornamenti di basso rilievo che poi 
messi d'oro accompagnarono con bellissimo vedere le storie dipinte 
et di questa opera ed altre    Fa menzione con lungo ragiona- 
mento Drea Cennini. 
Vielleicht hat bereits Donatello diese Kunst, Flachrelief in Stuck mit 
decorativer Malerei zu vereinigen, in rönaischen Gräbern studirt und sich an- 
geeignet. Zur vollen Blüthe gelangte dieser Kunstzweig in der Renaissance 
erst durch Giovanni da Udine und Raphael. 
Dass Donatello in Padua viel mit Malern umging, erhellt schon dar- 
aus, dass er Paolo Uccello mit sich dorthin führte. Auch mit Andrea Man- 
tegna musste er nahe bekannt sein, dessen Malereien deutliche Spuren Dona- 
telldschen EinHusses an sich tragen. 
Wenn der erste Herausgeber obigen Documentes meint, unter dem 
obigen Donatello könne nicht der Florentiner gemeint sein, so beruht sein 
Zweifel auf der falschen Annahme, Donatello sei 1430 in Padua gewesen, 
während in Wirklichkeit die Zeit von Donatello's Anwesenheit in Padua 
und Venedig wunderbar günstig mit der Zeit zusammentrifit, aus welcher 
dieses Document datirt. (Siehe Guattani Memorie per le belle arti.) 
Nachschrift: Siehe Schluss dieses Werks: errata corrige, wonach 
es sich herausstellt, dass hier wahrscheinlich doch ein Maler, Donatello von 
Treviso, gemeint sei. 
17. 
Donatellds Arbeiten in Padua. 
Folgendes Documcnt, welches sich in Fantuzzi, 
abgedruckt Endet, dürfte wenig bekannt und zugänglich 
es hiemit aufnehmen: 
Monum. Ravenn. 
sein, wesshalb wir 
Archivio Arcivescovile (T. V. p. 187.) Anno x456. Mart. 24. 
Q. 8821. 
Florentia. Donatus Nicolai Bardi sculptora eris et lapidum 
fecit suum procuratorenm Franciscum Simonis de Muratoribus de
        

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