Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Donatello, seine Zeit und Schule
Person:
Semper, Hans
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1406498
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1410145
BISHER UNGEDRUCKTE BELEGSTELLEN UND DOCUMENTE. 
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Vespasiano da Bisticci sagt in seiner Vita des Cosimo Folgendes: 
Se praticava con pittori 0 scultori egli se ne dilettava assai, 
e aveva alcuna cosa in casa di singoli maestri. Di scultura egli 
n'era intendentissimo e molto favoriva gli scultori e tutti gli arte- 
fici degni. Fu molto amico di Donatello e di tutti i pittori e 
scultori e perche ne' tempi sua qucsf arte degli scultori alquanto 
venne clfeglino erano poco adoperati, Cosimo, a l-ine chc Dona- 
tello non si stesse, gli allogö ccrti pergami di bronzo per 
S. Lorenzo e fecegli fare certe porte che sono nella sagrestizi, 
e ordinö al banco, ogni settimana che avesse una certa quantitä 
di danari, tanto che bastassino a lui e quattro garzoni che teneva 
e a questo modo I0 mantenne. 
Gli donö uno mantello rosato e uno cappuccio e fecegli una 
cappa sotto il mantello e vestillo tutto di nuovo." 
Diese Stelle ist auch ein Document dafür, dass die Bronzethüren in 
S. Lorenzo zu Donatello's letzten Arbeiten gehören, obschon der anonyme 
Biograph des Brunellesco der Ansicht ist, dass er sie gleichzeitig mit den 
Stuccaturen und Thüreinfassungen bei Lebzeiten des Brunellesco hergestellt 
habe. Sie scheinen uns jedoch den Stempel von D0natell0's höchstem Alter 
an sich zu tragen und gleichzeitig mit seiner Kanzel entstanden zu sein, wie 
V. Bisticci angibt. Auch hatte Kein Architekt triftigeren Grund zur Unzu- 
friedenheit, wenn ihm die Stuck- und Decorations-Arbeiten eines Bildhauers, 
welche ja direct in die Architektur eingreifen mussten, nicht gefielen, als 
wenn ein paar Bronzethüren, die leicht entfernt werden können und welche 
die architektonische Harmonie des Ganzen, zumal an der Stelle, wo sie 
sind, nicht stören, seinen Beifall nicht fanden. 
Im Auftrage Cosimo's stellte Donatello besonders zahlreiche Bronzen 
her; ausserdem hielt er sich in seinen Arbeiten für Cosirno häufiger an an- 
tike Vorbilder, als in seinen sonstigen Werken. Wahrscheinlich war hiebei 
Cosimo's Vorliebe für die antike Kunst mitbestimmcnd. Zu den hervor- 
ragendsten XVcrken, die Donatello für Cosimo herstellte, gehören: 
I. Der David von Bronze, der jetzt im National-Muscunm steht. 
Auf ihn beziehen sich folgende zwei Stellen: 
Condivi, vita di Michelangelo p. 16: "Qual (David) 
che sivede nel mezzo clella cortc del palazzo de" Signori 
i; di mano di Donatello: uomo in tale arte cccellente e molto da 
Michelangelo lodato, se non in una cosa ch'egli non avcva pazi- 
enza di ripulir le sue opere di Sorte che riuscendo mirabili a Vista 
lontana, da presso perdevano riputazione." 
Ferner im handschriftlichen Diario di Luca Landucci (Maru- 
celliana): 
„1495. Adi g di Dicembre si portö in palagio 1m Dälvifiö 
ch'era in chasa Piero de Medici e posesi in mezzo della corte 
del palagio de' Signori."
        

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