Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Donatello, seine Zeit und Schule
Person:
Semper, Hans
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1406498
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1407188
GOLDSCHMIEDKUNST TOSCANAS. 
ausgebildet. Die Tafel rechts an der Altarbrüstung endlich ist ein 
Werk des Leonardo di Ser Giovanni von Florenz aus dem 
Jahre 1371. Die Anordnung ist wie bei der zuletzt genannten 
Abtheilung; die Ausführung zeigt einen neuen Fortschritt. Es 
fällt in der Zeichnung dieser Figuren sofort die Verwandtschaft 
mit dem Styl des Andrea Pisano auf. Die Gewandmotive sind 
sehr gewählt und zeigen die geschwungenen Linien des Andrea 
Pisano. 
Oberhalb dieser dreitheiligen Altarbrüstung erhebt sich 
das Altarblatt, welches auf dem Silbersarg des 1155 verstor- 
benen Bischofs Atto ruht. Derselbe zeigt zunächst eine Ordnung 
von Nischen mit Statuetten und in der Mitte die Verkündigung. 
Hierüber zieht sich ein Fries mit Medaillons von Propheten 
(worunter die des Brunellesco). Es folgen drei weitere Reihen 
von Nischen mit Statuetten übereinander; in den grösseren 
Mittelnischen der beiden unteren Reihen sind S. Jacob, darüber 
der Heiland, zu sehen, die oberste Reihe nehmen die vier 
Evangelisten ein. Das Ganze schliesst ein Emailfries rnit Silber- 
sternen ab. 
Ausser einem Sienesen und einem Pisaner waren auch 
hier noch Pistolesen, FIOTCIIÜIICT und  ein Deutscher thätig. 
Das Werk des Sienesen Ugolino d'Arrig0 lässt sich nicht 
nachweisen. 
Giglio von Pisa ist der Verfertiger der Statue des 
S. Jacopo (1353), welche, so viel mir erinnerlich, noch im 
pisanischen Styl gehalten ist. 
Der Deutsche Maestro Pietro di Arrigo Tedesco 
verfertigte im Jahre 1386 vier Statuetten; im folgenden Jahre 
das Tabernakel für den S. Jacob; 1390 endlich die Verkündi- 
gung mit Marie und dem Engel Gabriel. Diese Arbeiten scheinen 
mir im Styl sich denen des Leonardo di S61" Giovanni anzu- 
schliessen. 
Endlich stellten noch Nofri di Buti von Florenz (1394), 
sowie Atto Braccini von Pistoja verschiedene Figuren her, 
die sich nicht mehr nachweisen lassen. 2' 
Neben der trelllicheim Arbeit der getriebenen Blechreliefs 
und der hohlen, gehämmerten Statuetten verdient nochmals das 
Email hervorgehoben zu werden. 22  
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