Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Donatello, seine Zeit und Schule
Person:
Semper, Hans
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1406498
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1409564
QUELLEN-ANGABEN. 
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At sonipes habitusque animosque imitatus equestres 
Acrius attolit vultus cursumque minatur 
Cui rigidis stant colla jubis, vivitque per armos 
Impetus et tantis calcaribus ilia latc 
Suffectura patent, vacuae pro cespite terrae 
Aenea captivi crinenn tegit ungula Rheni. 
In der Judith hebt er hervor, wie eine Jungfrau, die zu 
Unternehmungen nicht geschaffen sei, durch Gott gestärkt crschci 
mit jugendlicher Unblefangenheit den schrecklichen Kopf, den sie 
Hand hält, froh und sicher anblickt. 
solchen 
nc, und 
in der 
Im Evangelisten S. Marco lobt er den Ausdruck der Weisheit und 
Religiösität, der Güte und heiligen Gerechtigkeit. 
Einige Nachrichten über das Leben und die übrigen KVcrke des 
Schriftstellers, von dem hier die „Lobrede auf den S. Georg des Donntello" 
in Uebersetzung mitgetheilt wird, werden dem geehrten Leser nicht tiber- 
Hüssig erscheinen. 
Francesco Bocchi wurde im Jahre 1548 zu Florenz geboren. Er war 
einer der fruchtbarsten, wenn auch nicht geistvollsten Schriftsteller seiner 
Zeit. Er wurde von seinem Onkel väterlicher Seite, dem Generalvicar des 
Bischofs von Fiesole, schon frühe zu gelehrten Studien angehalten. Im 
weiteren Verlaufe seines Lebens genoss er besonders die Protection des L0- 
renzo Salviati, des Mäcens seiner Zeit. Er starb zu Florenz im Jahre 1618 
und wurde in der Kirche S. Piero maggiore, an der Seite seiner Vorfahren, 
beigesetzt. Er veröifentlichte zahlreiche Schriften in italienischer und lateini- 
scher Sprache, schon die Titel der meisten davon verrathen jedoch, dass sie 
dieselbe unfruchtbare, leere, rethorische Phrasendrescherei enthalten, wie 
sie sich in der vorliegenden Uebersetzung breitmacht. Doch wollen wir 
andererseits nicht leugnen, dass seine Schriften werthvoll als Quelle für eine 
Culturgeschichte des damaligen Florenz sein mögen; sein Werk „le bellezze 
di Firenze" etc. enthält z. B. zahlreiche interessante, kunsthistorische Notizen. 
Es möge hier ein chronologisches Register seiner grösseren Publi- 
cationen folgen: 
I. Discorsoachi deHnaggiori guerrieri che insino a questo tcmpo 
sono stati si dee la maggioranzanza attribuire. Firenze. 1573. 
1579. 
(Ist das nicht der Titel eines Scliüleraufsatzes?) 
II. Discorso sopra la lite delle armi e delle lettere e a cui si dee 
il primo luogo di nobiltä attribuire. Firenze 1579, 1580. 
III. Discorso sopra 1a Musica etc. 1581. 
IV. Eccellenza della Statua di S. Giorgio di Donatello. Firenze, 
Sermatelli. 1584. in 80. 
V. Discorso sopra il pregio dell" umano valore. 
VI. Le bellezze della cittä di Firenze. Fir. 1592. 2. Ausgabe ver- 
mehrt von Giovanni Cinelli, Firenze Gagliantini 1677; 3.Aus- 
gabe Pistoja, Dom. Fortunati. 1678.
        

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