Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Donatello, seine Zeit und Schule
Person:
Semper, Hans
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1406498
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1409385
QUELLEN-ANGABEN. 
237 
x457 linden wir Donatello (Gaye, cart.) wieder im Quartier von S. Gio- 
vanni, jedoch unter dem Gonfalone des Vajo. 
Seine letzten Jahre verlebte er endlich in einem kleinen Hause in 
Via del Cocomero, nahe beim Pal. Gerini und dem Nonnenkloster S. Niccolö, 
wo er auch im Jahre 1466 starb. (Siehe Vasari und Francioni, Elogio di 
Donatello.) 
Wir fügen hier zur besseren Erläuterung dieser Angaben noch bei, 
dass im Jahre 1343, nach der Vertreibung des Herzogs von Athen, die ehe- 
malige Eintheilung der Stadt in Sechstel in eine solche nach Vierteln umge- 
wandelt wurde. Ein jedes dieser Viertel war wiederum in 4 Fähnlein (Gon- 
faloni) getheilt.  
Das Viertel (quartiere) von S. Spirito umfasste die Gonfaloni: 
La Scala (Leiter) 
ll Nicchio (Muschel) 
La Sfcrza (Peitsche) 
ll Drago (Drache). 
Quartiere 
Das 
S. Croce zerfiel 
Il Bue 
ll Lion d'oro 
I1 Carro 
Le Ruote 
ie Gonfaloni: 
(Ochse) 
(goldener Löwe) 
(Wagen) 
(Räder). 
Quartiere 
Das 
Maria Novella: 
I.a Vipera 
llUnicorno 
I1 Lion rosso 
I1 Lion bianco 
(Viper) 
(Einhorn) 
(rother Löwe) 
(weisser Löwe). 
Das Quartiere S. Giovanni: 
Il Lion nero (schwarzer Löwe) 
ll Drago verde (grüner Drache) 
Le Chiavi (Schlüssel) 
ll Vajo (Vehe). 
Unter einem jeden dieser Fähnlein versammelten sich beim Klange 
der grossen Glocke die demselben untergeordneten Bürger, die von je einem 
Gonfaloniere für jedes Pähnlein befehligt wurden, um die Stadt vor inneren 
und äusseren Gefahren zu schützen. Neben der politischen Eintheilung in 
Fähnlein scheint noch die in Kirchengemeinden (vielleicht als Unter-Ab- 
theilung derselben) bestanden zu haben. Dann liesse sich auch vielleicht der 
obige Widerspruch erklären, Wonach Donatello im Jahre 1426 zugleich im 
"Popolo" von S. Jacopo und im „Popolo" von S. Cristofano gewohnt hätte, 
insofern nämlich die kirchliche Eintheilung der Bürgerschaft nicht so genau 
sein mochte als die politische, oder es einem Jeden auch freistand, sich zu 
dieser oder jener von zwei benachbarten Kirchengemeinden zu rechnen. 
s) Vasari's Stellen über das Verhältniss des Donatello zur Familie 
Martelli: siehe in der obigen Uebersetzung. 
Quartiere
        

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