Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Donatello, seine Zeit und Schule
Person:
Semper, Hans
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1406498
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1408558
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EINFÜHRUNG DER PERSPECTIVISCHEN ZEICHNUNG etc. 
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Lehrer. Er war 1394 zu Padua geboren und War der Sohn 
des Notars Giovanni. Der Knabe erlernte die Malerei und wid- 
mete sich bald rnit besonderem Eifer dem Studium der An- 
tike. Nach seines Vaters Tod, von 1422 bis 1439, machte er 
mit Unterbrechungen Reisen durch Italien und Griechenland, 
wovon er einen Schatz von Antiken mit heimbrachte. In 
Florenz lernte er bei dieser Gelegenheit jedenfalls die Perspec- 
tive kennen, welche fortan, neben der Antike, seine Haupt- 
leidenschaft bildete. Nach seiner Rückkehr beging er seine dritte 
Ehe und gründete eine Zeichenschule, in welcher unter Anderen 
auch Lorenzo Canozio und Andrea Mantegna die Gesetze der 
Perspective erlernten. Später wurde ihm Letzterer abtrünnig, 
indem er durch Verschwägerung in das Lager der Bellini über- 
trat. Auch Marco Zoppo, Gründer der bolognesischen Maler- 
schule, war Squarcione's Schüler. Dieser Letztere starb 1474. 
Er malte und zeichnete, auch für Intarsien. In der Sacristei 
von S. Antonio in Padua sind noch sechs Intarsien nach seiner 
Zeichnung zu sehen. 
Lorenzo Canozio von Lendenara in Istrien war des Sohn 
des Holzarbeiters Andrea Gianxiesiili. 1425 kam er als Jüngling 
nach Padua, wo er bei Francesco Squarcione die Perspective 
erlernte, den er bald darin übertraf. Er wendete sie besonders 
auf Holzintarsien an, in denen er auch mit besonderer Ge- 
schicklichkeit bunte Holzstücke zusammensetzte. Doch malte er 
auch in ternpera und al fresco. Sein Bruder Cristoforo war in 
der Technik ebenso geschickt, doch nicht in der Zeichnung. 
Beide arbeiteten zusammen an den Intarsien der Chorstühle 
im Dome von Modena. '22
        

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