Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Technik der Malerei
Person:
Schultze-Naumburg, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1645064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1645665
 
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Krapplack. 
Ein Pflanzenpräparat, ein aus der Wurzel der Krapppiianze ge- 
zogener Farbstoff. Er kommt in sehr verschiedenen Nuancen, vom 
hellsten Rosenrot bis zum tiefsten Dunkel vor. Es sind hochgradig 
durchsichtige Farben, die ausschliesslich als Lasurfarbe Ver- 
wendung finden. Die intensivsten dunklen Rot, die wir besitzen. 
Hzzlläezrkeit; Die Meinungen über den echten Krapplack (nur 
der kommt hier überhaupt in Frage) sind sehr geteilt. Manche 
versichern, dass er sich durch über 30 Jahre im hellsten Lichte, ja 
im Sonnenlichte durchaus gehalten habe, während wieder andere 
seine Lebensdauer nur auf Monate beschränken wollen. Nach 
meiner eigenen Erfahrung sind die Befürchtungen nach dieser 
Richtung zum mindesten übertriebene. Allerdings habe ich ge- 
sehen, dass gewisse Fabrikate in kurzer Zeit verblassten und sich 
trübten; dagegen stehen einige andere schon seit zehn Jahren, so- 
weit das Auge und die Erinnerung das beurteilen kann, unverändert 
da. Es mag sein, dass jenes Fälschungen waren. 
Es scheint, dass ein starker Firnisüberzug als Schutz gegen 
Luft und Licht unentbehrlich ist. 
Bindeynillgl; Krapp 1oo:25o Bindemittel. Durch die grosse 
Quantität Bindemittel trocknen die Krappfarben sehr langsam und 
es ist deshalb sehr ratsam, ihnen solide Trockenmittel zuzurciben. 
Die Oarminlacke, Münchener Lack, Cochenille u. s. w. 
Sämtlich Pflanzenpräparate, denen von keiner Seite Haltbarkeit 
zugesprochen wird und die deshalb keine Verwendung finden sollten. 
Die gebrannten Krapplacke 
ergeben sehr tiefe und violette Nuancen Ider Krappfarbe. Sie 
gelten als durchaus solid.
        

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