Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Technik der Malerei
Person:
Schultze-Naumburg, Paul
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1645064
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1646610
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treiben. Böcklin wiederholte dann dies Experiment, sobald besseres 
Verschmelzen oder Vertreiben notwendig war. Die gebrauchten 
Harze waren Kopal und sehr wenig Terpentin (Kopal ä Fessence 
und Terpentin nur zum AuHösen des Wachses). Mit diesen zu- 
sammen rieb eridie Farbe und that dann in das Farbentöpfchen zu 
jeder Farbe nur ein wenig Wachs (etwa wie 6-8 Erbsen). Wird 
die Farbe im Töpfchen kalt, so muss sie sich hart anfühlen, wie 
später die Oberfläche des Bildes sein soll. Schmiert sie aber noch 
ein wenig oder färbt sie noch ab, so ist zu viel Wachs in der Farbe 
und man muss dann noch so viel Harz und Farbstoff zusetzen, bis 
sie sich, kalt geworden, fest anfühlt. Zeichnerische Details hat 
Böcklin mit gewöhnlichem Terpentin und dem Pinsel aufgetragen 
und durch das Erwärmen des Bildes eingeschmolzen, wodurch sie 
dem anderen gleich und ebenso fest wurden.  Das Bild sei von 
einer Leuchtkraft gewesen, die in Oel unerreichbar ist. Allerdings 
hat er selbst diese Technik später nicht wieder aufgenommen; jeden- 
falls, weil sie ihm zu mühsam war. 
f  v4 Eine andere Verwendung von Wachs 
iächte äocliin, sie beiläufig erwahnt sein 
r   ge. oc sc eint sich dieselbe trotz 
' b _  4 'J sonstigen Vorzügen nicht recht in Hinsicht 
der Dauerhaftigkeit bewährt zu haben; wenigstens musste Böcklin 
ein für Schack gemaltes Bild (die Villa am Meer) wegen mangel- 
hafter Erhaltung nochmal wiederholeäu Ein anderes Bild in der- 
selben Technik hat sich nach Böcklin tadellos gehalten. Die Villa 
am Meer war mit Sandrog und Weihrauch gemalt und nach Voll- 
endung des Bildes mit geschmolzenem Wachs eingerieben, das sofort 
eindrang und mit einem Lappen verrieben oder poliert wurde, wo- 
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